Der in alle Richtungen verstellbare Recaro-Sitz mit der hohen Lehne sei defektanfällig, sagte VBZ-Sprecher Andreas Uhl am Dienstag zu einem Bericht im «Tages-Anzeiger». Die Kunststoffzahnräder für die Längs-, Höhen- und Sitzflächenverstellung seien der hohen Belastung des 18-Stunden-Betriebs mit zahlreichen Fahrpersonal- Wechseln nicht gewachsen.

Die VBZ haben sich deshalb entschieden, einen neuen Fahrersitz zu evaluieren und den bestehenden Sitz «innert nützlicher Frist» zu ersetzen. Im kantonalen Amtsblatt wurde die Beschaffung von insgesamt 121 Sitzen ausgeschrieben.

Gravierende Fertigungsmängel

Der zurzeit in den Fahrzeugtypen Cobra und Tram 2000 eingesetzte Fahrersitz weise gravierende Fertigungsmängel auf, die für die vorgesehene Einsatzdauer von mindestens 18 Jahren hohe Instandhaltungskosten verursachen würden, heisst es im Amtsblatt.

Mit der Stilllegung der Sitzproduktion für Nutzfahrzeuge beim bisherigen Lieferanten sei die Ersatzteilversorgung über einen längeren Zeitraum nicht mehr gewährleistet, ein technischer Support nicht mehr verfügbar. Die deutsche Recaro-Autositzproduktion war Ende des vergangenen Jahres an die amerikanische Firma Johnson Controls verkauft worden. (sda)