Winterthur
Wegen Käferbefall: Im Stadtwald müssen tausende Bäume gefällt werden

Nach dem asiatischen Laubholzbockkäfer sorgen nun auch der Buchenprachtkäfer und der Borkenkäfer beim Winterthurer Forsterspersonal für zusätzliche Arbeit: Rund 2500 Bäume müssen gefällt werden.

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Die Hitze begünstigt den Käferwachstum. (Symbolbild)

Die Hitze begünstigt den Käferwachstum. (Symbolbild)

WSL STR

Die trockene Witterung führt zu Folgeschäden an Winterthurer Bäumen: Im Stadtwald hat sich die Borkenkäferpopulation stark entwickelt, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Seit Juni ist demnach das Forstpersonal mit intensiven Kontrollen beschäftigt.

Bisher seien rund 1500 Kubikmeter Käferholz zum Vorschein gekommen, heisst es in der Mitteilung. Das entspreche rund 2500 Bäumen. "Die befallenen Bäume müssen gefällt und aus dem Wald entfernt werden, bevor die brütenden Käfer ausfliegen und benachbarte Bäume besiedeln."

Die Zeit drängt dabei: Denn die warme Witterung beschleunigt die Entwicklung der Käfer. Und sie hemmt gleichzeitig die Abwehrmechanismen der Fichten, die unter der Trockenheit leiden. Die Lage sei aber dank des Einsatzes des Forstpersonals unter Kontrolle, schreibt die Stadt Winterthur.

Die Hitze fordert auch bei Bäumen im Siedlungsgebiet ihren Tribut. Baumpfleger von Stadtgrün haben in den letzten Wochen festgestellt, dass die Kronen von rund 50 Buchen dürr werden und absterben. Als Ursache wird ein Befall durch den Buchenprachtkäfer vermutet.

Stadtgrün Winterthur steht mit Forstschutzexperten der eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft in Birmensdorf in Kontakt. Ergebnisse werden in den nächsten Tagen erwartet. Klar ist bereits, dass die stark befallenen Buchen ebenfalls teilweise gefällt werden müssen, damit die benachbarten Bäume geschützt werden können.

Ab 2012 hatte der asiatische Laubholzbockkäfer das Winterthurer Forstpersonal für mehrere Jahre beschäftigt; unter anderem entlang der Eulach musste damals gerodet werden.