Prozess
Wegen Erpressung: Spielervermittler Peter Bozzetti steht erneut vor Zürcher Obergericht

Der Spielervermittler Peter Bozzetti steht am Dienstag wieder vor dem Zürcher Obergericht. Dieses hatte ihn wegen versuchter Erpressung und versuchter Nötigung verurteilt. Dagegen wehrte er sich beim Bundesgericht und bekam Recht.

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Peter Bozzetti stand schon einmal vor dem Zürcher Obergericht.

Peter Bozzetti stand schon einmal vor dem Zürcher Obergericht.

Keystone

Der Luzerner Spielevermittler Peter Bozzetti soll laut Staatsanwaltschaft 2013 versucht haben, den damaligen YB-Sportchef Fredy Bickel zu erpressen und von ihm 131'000 Franken zu verlangen. Er soll gedroht haben, brisante Dokumente zu Abmachungen über Spielertransfers öffentlich zu machen.

Das Bezirksgericht Zürich verurteilte Bozzetti im November 2014 zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 16 Monaten, von denen er sechs Monaten absitzen sollte. Der Spielervermittler zog das Urteil weiter, doch das Zürcher Obergericht bestätigte im Oktober 2015 den Entscheid der Vorinstanz.

Strafpunkt nicht anerkannt

Der Beschuldigte rief darauf das Bundesgericht an und dieses kam im August 2016 zum Schluss, das Obergericht habe Bozzetti das rechtliche Gehör verweigert. Der Beschuldigte habe zwar den Schuldpunkt anerkannt, jedoch nicht den Strafpunkt.

Er habe Tatumstände geltend gemacht, die geeignet seien, das Strafmass zu beeinflussen, befand das Bundesgericht. Das Obergericht hätte sich damit auseinandersetzen müssen. Deshalb hob das Bundesgericht den Entscheid auf und wies die Sache zurück ans Obergericht.