Zürich
Drei Böötler geraten beim Höngger Wehr in Lebensgefahr

Am späten Sonntagnachmittag, 11. Juli 2021, gerieten drei Personen beim Höngger Wehr in eine lebensbedrohliche Lage. Alle drei konnten unverletzt gerettet werden.

Sandra Havenith
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Zuviel Wasser: Die Limmat soll nicht befahren werden.

Zuviel Wasser: Die Limmat soll nicht befahren werden.

Keystone

Kurz nach 17.45 Uhr erhielt die Einsatzzentrale der Stadtpolizei Zürich die Meldung, dass ein Gummiboot beim Höngger Wehr in Not geraten sei. Sofort rückten mehrere Patrouillen zum Wehr aus. Noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte konnten alle in Not geratenen Personen selber an Land gelangen, respektive von einem Bademeister gerettet werden. Gemäss Angaben der beteiligten Personen machten sie trotz Verbot eine Bootstour auf der Limmat.

Die Frau und die beiden Männer wollten ihr Boot beim letzten Ausstieg vor dem Höngger Wehr aus dem Wasser nehmen. Aufgrund des hohen Wasserdrucks zog es das Boot samt Personen jedoch von der Ausstiegsstelle weg in Richtung Wehr.

Einer der beiden Männer, ein 25-jähriger Marokkaner, konnte sich noch vor dem Wehr an einer Eisenstange bei der Auswasserungsrampe festhalten und sich so in Sicherheit bringen. Der zweite Mann und die Frau wurden über das Wehr gespült und gerieten in die Wasserwalze. Nur durch viel Glück entkamen die beiden der lebensgefährlichen Situation und konnten dem Sog der Wasserwalze entfliehen.

Die 21-jährige Marokkanerin rettete sich ans linke Flussufer. Der 25-jährige Schweizer konnte durch den Badmeister mit Hilfe eines Rettungsringes gerettet werden. Die drei Personen, alle wohnhaft in Kanton Zürich, wurden durch die angeforderte Sanität von Schutz & Rettung Zürich betreut, mussten aber nicht in Spitalpflege gebracht werden.

Die Stadtpolizei rät aufgrund der sehr hohen Abflussmenge der Limmat weiterhin davon ab, sich auf oder in die Limmat zu begeben.