Mit dem Kredit in der Höhe von 59'800'000 Franken soll ein Ersatzneubau realisiert werden. Heute ist das Wirtschaftsgymnasium in einer provisorischen Schulanlage untergebracht, die sich in einem schlechten baulichen Zustand befindet.

Dass ein neues Schulhaus nötig ist, war im Kantonsrat völlig unbestritten. Der Kredit wurde klar gutgeheissen - auch wenn er von einigen Ratsmitgliedern als "zu hoch" bezeichnet wurde. Ein Schulhaus sei ein Zweckbau und nicht ein Luxusbau, hiess es etwa von Seiten der FDP.

Und auch die SVP betonte, dass es noch "Luft für Kosteneinsparungen" gebe. Die hohen Investitionskosten seien wenig erfreulich, sagte auch der Sprecher der CVP. In Zukunft müsse bei solchen Projekten sorgfältiger geprüft werden, welche Standards wirklich nötig seien.

Mehr Geld wegen Hochwasserschutz

Den Kredit in die Höhe getrieben haben aber auch Anpassungen bezüglich des Hochwasserschutzes. Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) stufte die Lage der Kantonsschule Büelrain als Sonderstandort ein. Ein solcher benötigt mehr Hochwasserschutz.

"Hochwasserschutz kostet - ob man das will oder nicht", betonten die Grünen. Und auch die GLP bezeichnete diesen als "wichtig und nötig". Ihr Sprecher kritisierte aber - wie auch andere Ratsmitglieder - die lange Projektierungsdauer. 16 Jahre bis zur Bewilligung eines Kredits seien stossend.

Die Kantonsschule Büelrain in Winterthur wurde 1874 als Handelsabteilung des Technikums Winterthur gegründet und 1962 um eine Maturitätsabteilung erweitert. Das Schulareal besteht aus einer Pavillonanlage von 1960, die später um Provisorien und 1992 durch einen Neubau ergänzt wurde.

Die Inbetriebnahme des Neubaus ist für 2019 vorgesehen. Das neue Gebäude umfasst neben Unterrichtszimmern eine Mediothek, eine Turnhalle und Schulverwaltungsräume. Zudem werden im bestehenden Ergänzungsbau von 1992 mehrere Schulzimmer umgebaut.