Sihlhölzli
Warum der italienische nationale Sporttag jetzt auch im Sihlhölzli stattfindet

Der Anlass für Jugendliche mit italienischen Wurzeln findet erstmals in sieben Ländern gleichzeitig statt – neben der Gesundheitsförderung, spielt auch das Essen eine Rolle.

Lina Giusto
Merken
Drucken
Teilen
Leichtathletik am italienischen Sporttag: Die Jugendlichen können in insgesamt fünf Disziplinen antreten.

Leichtathletik am italienischen Sporttag: Die Jugendlichen können in insgesamt fünf Disziplinen antreten.

Limmattaler Zeitung

Hoch- und Weitsprung, 80-Meter-Lauf mit oder ohne Hürden sowie 1000-Meter-Lauf: In diesen fünf Leichtathletikdisziplinen können sich Jugendliche messen, wenn sie am nationalen Sporttag Italiens teilnehmen. Dieser findet kommenden Sonntag zum ersten Mal auf der Sportanlage Sihlhölzli im Zürcher Kreis 4 statt.

Die Freizeitsport-Initiative findet in Italien bereits seit 2003 jeweils am ersten Sonntag im Juni statt. In diesem Jahr wird der Anlass parallel auch im Ausland durchgeführt. Neben der Schweiz kommen die Länder Argentinien, Brasilien, Kanada, Amerika und Venezuela zum Zuzug.

Der Hintergrund: In all diesen Ländern ist das Nationale Olympische Komitee Italiens vertreten, das den italienischen Sporttag nun im Auftrag des italienischen Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit in die Welt exportiert.
«Ziel des Anlasses ist, die Gesundheit der Jugendlichen mit Sport sowie ihr Bewusstsein für die Bedeutung gesunder Ernährung zu fördern», sagte der italienische Generalkonsul Giulio Alaimo am Mittwoch vor den Medien im italienischen Konsulat in Zürich. Zudem erfülle man damit die Ziele der Agenda 2020 des Internationalen Olympischen Komitees.

«Ziel des Anlasses ist, die Gesundheit der Jugendlichen mit Sport sowie ihr Bewusstsein für die Bedeutung gesunder Ernährung zu fördern.»

- Giulio Alaimo, italienischer Generalkonsul in der Schweiz

Mehr aber noch soll der Anlass eine Brücke zwischen den beiden Ländern schlagen: «Wir möchten den Jugendlichen beide Kulturen, jene der Schweiz und jene Italiens näher bringen», sagt Cirano Tondi, Delegierter des Nationalen Olympischen Komitees Italiens in der Schweiz. Wohl deshalb lautet das Motto des Sporttages «Lebe den Sport, den du willst».
Und weil Bewegung hungrig mache, werde der Anlass mit einem gemeinsamen und offerierten Mittagessen beschlossen. «Es gibt genug zu essen, auch für die Eltern», sagt Generalkonsul Alaimo. Und zwar: Pizza Napoli. Denn die Förderung der italienischen Kultur sei Kern der Sache.

Junge Talente werden sichtbar

Neben diesem Anlass bemüht sich das Nationale Olympische Komitee Italiens bereits seit 32 Jahren um die Sportförderung in der Schweiz, dies im Rahmen der alljährlich stattfindenden italienischen Schülersportspiele in der Schweiz. Diese finden in diesem Jahr Ende Juni im Wallis statt.

Die rund 400 teilnehmenden Athleten der Schülersportspiele messen sich in Disziplinen wie Leichtathletik, Schwimmen oder Fussball. Dort können sich Jugendliche – meist Doppelbürger, wie Tondi sagt – aus sämtlichen Regionen der Schweiz für die Ende September stattfindenden Olympischen Jugendsportspiele in Italien qualifizieren. «Unsere Sportförderung ermöglicht jungen Talenten den Einstieg in den Profisport», sagt Tondi.

Ein solches Talent ist die an der gestrigen Pressekonferenz anwesende Valentina Rosamilia. Die 15-jährige Doppelbürgerin ist seit vergangener Woche zweifache Duathlon-Meisterin. Einen der beiden Titel holte sie sich in der Schweiz, einen anderen holte sie sich in Italien.