Dass auch in der Schweiz Verfahren gegen die von der US-Behörde genannten Personen laufen, wollte die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft gegenüber der SonntagsZeitung weder bestätigen noch dementieren – «Hinweise» seien aber eingegangen.

Einer der  vier genannten, ein 47-Jähriger aus Zürich, führte an der Dienerstrasse im Zürcher Kreis 4 einen «Latin Shop» mit importierten Produkten aus Süd- und Zentralamerika, bot dort aber auch Geldüberweisungsdienste an. Die US-Behörde bezeichnet den Laden als «Front Company» für die Farc, also als Tarnfirma.

Der Shop ist seit Ende 2014 geschlossen, das Lokal bereits wieder neu vermietet. Den drei weiteren genannten Kolumbianern sollen Betäubungsmittel aus Panama und Kolumbien beschafft und in der Schweiz in Verkehr gebracht haben.

Die Farc kämpft seit Mitte der 60er Jahren gegen die kolumbianische Armee. Viele Staaten, unter anderem jene der EU und die USA, bezeichnen die Organisation als Terrororganisation. Sie finanziert ihren Kampf unter anderem mit Kokainhandel im grossen Stil und arbeitet dabei auch mit Drogenkartellen zusammen.