Lägern

Wahrzeichen kommt zurück: Flugradar auf der Lägern bald wieder mit Kugel

Noch muss der Flugradar auf der Lägern ohne seine Kugel auskommen.

Nach mehreren Anläufen kann endlich die neue Schutzhülle des Flugradars auf der Lägern montiert werden.

Der Lägerngrat erhält bald sein Wahrzeichen zurück, wenn auch in einer neuen Farbe: Am Freitag begannen die Bauarbeiten am Flugradar auf der Lägern, damit die Kugel – das sogenannte Radom – wieder installiert werden kann. Während diese früher dunkelgrün war, soll das neue Modell jetzt weiss werden.

Vor knapp einem Jahr hatte die Flugsicherung Skyguide die Hülle, die den Radar vor Wettereinflüssen schützen soll, bereits abgebaut. Eigentlich wollte man die Renovation Ende 2018 abschliessen, diese verzögerte sich jedoch mehrmals. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis am 13. November dauern. «Wir haben eine Reservezeit bis zum 22. November eingeplant, sollten wir länger brauchen», sagt Skyguide-Mediensprecher Vladi Barrosa.

Trotz den Verzögerungen habe sich am Projekt jedoch nichts geändert. Für die alte Kugel, die 2006 installiert wurde, hatte man eine Lebensdauer von 15 Jahren erwartet. Bereits 2017 zeichneten sich jedoch erste Schäden ab, drei Jahre früher als erwartet. Wegen der Hitze waren die dunkelgrünen Fiberglaspaneele porös geworden und mussten entfernt werden. Die neue Kugel mit 17,5 Meter Durchmesser wird deshalb mit weissem Material gebaut und soll resistenter gegenüber Wärme sein. Die Kosten für die Installation des neuen Radoms belaufen sich nach wie vor auf etwa eine Million Franken.

Starker Flugverkehr in der Sommerzeit

Zuvor musste Skyguide Arbeiten im November und März aus Gründen der Arbeitssicherheit verschieben. Dass die Bauarbeiten erst jetzt wieder aufgenommen werden können, lag am starken Flugverkehr in der Sommerzeit. Der Flugradar funktioniert zwar auch ohne Radom. Für die Montage der neuen Schutzhülle muss er jedoch für zwei bis drei Wochen ausser Betrieb genommen werden. Hätte Skyguide den Flugradar abgeschaltet, hätte dies zu starken Einschränkungen im Flugverkehr geführt.

Im Herbst ist das kein Hindernis mehr: Am Sonntag, 27. Oktober stellt der Flughafen Zürich auf den Winterflugplan um, dieser sieht gegenüber dem Sommer eine reduzierte Anzahl Flüge vor. «In dieser Zeit können wir den Flugradar abschalten und die Bauarbeiten vornehmen», erklärt Barrosa. Damit die Piloten trotzdem über den Flugraum informiert sind, ist Skyguide auf die Daten der deutschen und französischen Flugsicherung angewiesen.

Die Verzögerung der Bauarbeiten hat man laut Barrosa genutzt, um sich darauf vorzubereiten. «Inzwischen konnten wir mit unseren Partnern in Deutschland und Frankreich koordinieren, dass wir auch während der Bauarbeiten die nötigen Flugdaten erhalten», sagt der Mediensprecher.

Aus Sicherheitsgründen ist die Zufahrtsstrasse zum Flugradar während der Bauarbeiten für Autofahrer gesperrt. Die Blaulichtorganisationen habe Skyguide bereits informiert. Für Spaziergängerinnen und Spaziergänger auf der Lägern ändert sich in diesen Wochen jedoch nichts – die Wanderwege um den Flugradar bleiben offen.

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