Zürich
Wählerwillen nicht respektiert: SVP-Gemeinderat beantragt Nachzählung im Wahlkreis 11

Das Thema Stadtzürcher Gemeinderatswahlen ist für SVP-Gemeinderat Roberto Bertozzi auch nach dem Wahlsonntag vom 4. März noch nicht beendet. Er verlangt eine Nachzählung im Wahlkreis 11. Hier spiegle das Resultat nicht den Wählerwillen.

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Im Zürcher Wahlkreis 11 sollen die Stimmen noch einmal nachgezählt werden, fordert SVP-Gemeinderat Roberto Bertozzi. (Symbolbild)

Im Zürcher Wahlkreis 11 sollen die Stimmen noch einmal nachgezählt werden, fordert SVP-Gemeinderat Roberto Bertozzi. (Symbolbild)

Bertozzi hat fristgerecht beim Bezirksrat Zürich Rekurs eingelegt gegen die am 14. März im Amtsblatt der Stadt Zürich publizierten Wahlresultate. Dies teilte er am Montag mit.

Dazu bewogen hat ihn insbesondere der hohe Anteil an ungültig eingelegten Wahlzetteln in seinem Wahlkreis. Viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger seien empört und fühlten ihren Wählerwillen nicht respektiert, schreibt Bertozzi.

Wiederwahl verpasst

Im Wahlkreis 11 (Oerlikon, Seebach, Affoltern) gingen insgesamt 18'745 Wahlzetteln ein, davon wurden 5697 als ungültig erklärt. Bertozzi verlangt, die zu Unrecht als ungültig definierten Wählerstimmen zu identifizieren, Fehler in der Auszählung zu erkennen und diese nachträglich zu korrigieren.

Ein allfälliger Nebeneffekt der Nachzählung könnte auch sein, dass er selbst mehr Stimmen erhält. Somit würde er die Wiederwahl in den Gemeinderat schaffen. Diese hat er laut amtlichem Resultat nämlich um 16 Stimmen verfehlt. Bertozzi politisiert seit April 2013 für die SVP im 125-köpfigen Stadtparlament.