Kantonswahlen
Wahlen: Verliert die SVP wegen der Katastrophe in Japan?

SVP und FDP könnten bei den bevorstehenden Kantonsratswahlen vom 3. April aufgrund der Katastrophe in Japan zu den Verliererinnen zählen. Zu diesem Schluss kommt eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Radio 24, «Tages-Anzeiger» und Tele Top.

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Blick in den Zürcher Kantonsratssaal

Blick in den Zürcher Kantonsratssaal

Schweiz am Sonntag

Demnach würde die SVP gegenüber den letzten Wahlen 2,5 Prozentpunkte einbüssen und käme noch auf einen Wähleranteil von 28,0 Prozent. Damit bliebe sie trotz Verlusten die mit Abstand stärkste Fraktion im Zürcher Kantonsrat.

Federn lassen müssten gemäss Umfrage auch die Freisinnigen, die noch auf 14,7 Prozent kämen (minus 1,3 Prozent). Für das im Vergleich zu 2007 schlechtere Abschneiden seien in beiden Fällen die Ereignisse in Japan ausschlaggebend, teilten die Auftraggeber am Dienstag gemeinsam mit. Ein Teil der Befragungen sei nach dem Erdbeben in Japan durchgeführt worden.

Vom «Japan-Effekt» profitieren könnten die SP, Grüne und Grünliberale, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Die SP könnte ihren Anteil um 1,6 auf 21,1 Prozent steigern, die Grünen um 0,3 auf 10,7 Prozent.

Grünliberale asl grosse Gewinner

Die grossen Gewinner dürften gemäss Umfrage die Grünliberalen sein, die um 3,7 Prozent zulegen könnten und damit auf einen Wähleranteil von zehn Prozent kämen. Die BDP, die erstmals zu den Kantonsratswahlen antritt, käme auf 2,0 Prozent.

Einbussen müsste hingegen die EVP (minus 2,0 Prozent) hinnehmen, die noch 3,2 Prozent erzielen würde. Dasselbe gilt für die EDU (minus 0,9 Prozent), die noch auf 1,7 Prozent käme, sowie für die AL (1,4 Prozent; minus 0,1) und die Schweizer Demokraten (0,7 Prozent; minus 0,6).

Für die Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut isopublic 1168 Wahlberechtigten des Kantons Zürich folgende Frage gestellt: «Wenn am nächsten Sonntag Kantonsratswahlen wären: Welcher Partei würden Sie Ihre Stimme geben?» Die Befragung fand zwischen dem 3. und 16. März statt. Ein Teil der Personen sei nach dem 13. März, dem Tag des Erdbebens in Japan, befragt worden, schreiben die Auftraggeber.