Tötungsdelikt Seefeld
Waffendeal im Darknet wurde K. zum Verhängnis

Ein Waffendeal im Darknet führte zur Ergreifung von Messerstecher Tobias K. Jetzt zeigt sich: Der entscheidende Tipp kam aus Australien.

Merken
Drucken
Teilen
Medienkonferenz zum Tötungsdelikt im Zürcher Seefeld
5 Bilder
Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr an der Medienkonferenz zum Tötungsdelikt Seefeld.
Der verfahrensleitende Staatsanwalt Adrian Kaegi
Thomas Manhart, Chef des Amtes für Justizvollzug
Das Zürcher Justizdepartement informierte am Montag zum Tötungsdelikt im Zürcher Seefeld

Medienkonferenz zum Tötungsdelikt im Zürcher Seefeld

Keystone

Am 23. Januar dieses Jahres traten Jaqueline Fehr und Adrian Kaegi vor die Medien und verkündeten, dass die Zürcher Justizdirektion und der Staatsanwalt die Verhaftung von Tobias K. verkünden können.

Tobias K., der Täter des Tötungsdeliktes im Zürcher Seefeld von Ende Juni, konnte nach acht Monaten auf der Flucht im Kanton Bern verhaftet werden. Der 23-Jährige hatte einen unbeteiligten 43-jährigen IT-Fachmann mit mehreren Messerstichen getötet.

Zum Verhängnis wurde Tobias K. ein Waffendeal im Darknet. Wie nun bekannt wurde, kam der entscheidende Hinweis dafür aus Australien, wie die "NZZ" berichtet. Verdeckte Ermittler der australischen Bundesbehörden operieren demnach im Darknet mit Scheinangeboten für Drogen und Waffen. K. fiel darauf herein. Die Fingerabdrücke, genommen bei der vermeintlichen Übergabe, verrieten seine Identität.

K. wollte sich im Darknet eine "Glock 17" kaufen - Sie gilt als eine der meistbenutzten Pistolen bei Behörden, schreibt die "NZZ". Auch der Norweger Anderas Breivik benutzte bei seiner Bluttat 2011 auf der Insel Utöya unter anderem eine "Glock".

Der 23-Jährige sitzt seit Januar in Untersuchungshaft und ist grösstenteils geständig.