Jacqueline Fehr (SP) tritt im Oktober bei den Nationalratswahlen nicht mehr an, wie sie einen Tag nach ihrer Wahl in die Zürcher Kantonsregierung erklärte. Ob sie schon vorzeitig aus dem Bundesparlament zurücktritt, lässt sie noch offen.

Auf dem ersten Ersatzplatz ist die Gewerkschafterin und ehemalige Kantonsrätin Julia Gerber Rüegg aus Wädenswil, die nachrücken könnte.

Jacqueline Fehr wird mit ihrer Partei besprechen, ob sie bis zum Ende der Legislatur im Nationalrat bleibt oder vorher zurücktritt, wie sie am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur sda erklärte.

Sivlia Steiner, Carmen Walker Späh und Jacquelin Fehr – die Frauen sind die Siegerinnen der Zürcher Wahlen.

Sivlia Steiner, Carmen Walker Späh und Jacquelin Fehr – die Frauen sind die Siegerinnen der Zürcher Wahlen.

Vor demselben Entscheid stand vor vier Jahren ihr Namensvetter, Partei- und baldige Regierungsratskollege Mario Fehr. Er entschied sich damals nach einer kurzen Bedenkzeit für den Verbleib im Nationalrat bis im Herbst.

Grundsätzlich ist es möglich, dass ein Zürcher Regierungsratsmitglied gleichzeitig dem nationalen Parlament angehört. So war etwa Verena Diener nach ihrer Wahl in den Regierungsrat 1995 noch weitere zwei Jahre im Nationalrat tätig.