Haustiere

Vorstoss ohne Diskussion versenkt: Zürcher Kantonsrat will keine Katzen-Steuer

Büsi-Besitzerinnen und -Besitzer aus dem Kanton Zürich müssen auch in Zukunft keine Steuer für ihren Stubentiger zahlen. (Archivbild)

Büsi-Besitzerinnen und -Besitzer aus dem Kanton Zürich müssen auch in Zukunft keine Steuer für ihren Stubentiger zahlen. (Archivbild)

Zürcher Büsi-Besitzerinnen und -Besitzer müssen auch in Zukunft keine Steuer für ihren Stubentiger zahlen. Dies hat der Zürcher Kantonsrat am Montag entschieden. Eine Einzelinitiative, die eine Katzensteuer forderte, erhielt keine einzige Stimme.

"Ein Papiertiger" - so bezeichnete ein Parlamentarier den Vorstoss kurz und knapp. Andere Meinungen gab es nicht. Ohne zu diskutieren versenkte der Kantonsrat die Einzelinitiative des Kilchbergers Christian Aeberli, der bis vor einigen Jahren für die liberale Denkfabrik Avenir Suisse arbeitete.

Aeberli wollte, dass mit einer neuen Abgabe der angeschlagene Zürcher Finanzhaushalt kuriert und die seiner Meinung nach zu grosse Zahl an Hauskatzen reduziert wird.

Denn, so seine Überlegung, wer für eine Katze eine Steuer zahlen muss, überlegt sich die Anschaffung vielleicht zwei Mal. Seiner Ansicht nach ist es zudem unsinnig, dass Hundehalter zur Kasse gebeten werden - Katzenhalter jedoch nicht. Denn schliesslich würden beide Haustiere Schäden in der Umwelt hinterlassen.

1,5 Millionen Katzen in der Schweiz

Der Zürcher Tierschutz gibt Aeberli insofern Recht, als dass der Katzen-Bestand in der Schweiz mit 1,5 Millionen Tieren tatsächlich hoch ist. 70 Prozent davon könnten ins Freie, schreibt der Tierschutz auf seiner Website. Dort würden sie als geschickte Jäger eine grosse Zahl an Wildtieren erbeuten.

Ob tatsächlich die Stubentiger für die Dezimierung von Wildtieren verantwortlich sind, sei zwar noch nicht abschliessend geklärt. Massnahmen zur Senkung des Katzenbestandes sollten aber dennoch "schon heute diskutiert werden", schreibt der Tierschutz.

Nominiert für den Rostigen Paragrafen

Neben dem Misserfolg im Kantonsrat muss Aeberli auch noch mit Spott von Seiten der IG Freiheit leben. Sein Vorstoss für ein Katzengesetz verschaffte ihm nämlich einen Platz unter den Nominierten für den "Rostigen Paragrafen", das unnötigste Gesetz. Verliehen wird der Preis am 11. Mai.

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