Nänikon
Vorbestrafter Oberstufenlehrer per sofort entlassen

Abklärungen haben gemäss Volksschulamt-Chef Martin Wendelspiess ergeben, dass der 59-Jährige tatsächlich wegen Kinderpornografie und wegen sexueller Handlungen mit Kindern vorbestraft ist.

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Blick in ein Schulzimmer (Symbolbild)

Blick in ein Schulzimmer (Symbolbild)

Keystone

Der in Nänikon-Greifensee ZH Ende Mai freigestellte Oberstufenlehrer ist vom Zürcher Volksschulamt entlassen worden.

Wendelspiess bestätigte am Dienstag eine entsprechende Meldung der «Neuen Zürcher Zeitung». Der Lehrer habe bei seiner Anstellung das Volksschulamt angelogen, indem er sagte, er sei nicht vorbestraft.

Noch nicht abgeschlossen ist gemäss Wendelspiess eine Administrativuntersuchung. Der Lehrer, der früher als Banker und Treuhänder gearbeitet hatte, sei deshalb auch noch nicht auf der «schwarzen Liste» verzeichnet. Die Schweizer Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren führt darauf alle Lehrkräfte auf, denen die Unterrichtsbefugnis entzogen wurde.

Der 59-jährige Lehrer war 2011 wegen Kinderpornografie vom Bezirksgericht Zürich verurteilt und zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten und einer Busse von 1000 Franken verurteilt worden.

Bereits früher hatte ein Gericht in Thailand den Mann wegen sexueller Handlungen mit Kindern zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt. Gegen eine Kaution kam er damals auf freien Fuss.

An der Oberstufenschule Nänikon-Greifensee war er als Vikar angestellt. An dieser Schule hatte es gemäss Schulpflegepräsident Hansruedi Ammann «keine Vorkommnisse» gegeben. Die Vorstrafen kamen ans Licht, weil ein Lehrerkollege den Namen des Lehrers gegoogelt hatte.