Europa-Rede
Vor 70 Jahren versetzte Winston Churchill Zürich in Ekstase

Am 19. September jährt sich Winston Churchills berühmte Europa-Rede zum 70. Mal. 1946 säumten Zehntausende die Strassenränder Zürichs und empfingen den britischen Kriegspremier wie einen Popstar. Die Schulkinder hatten extra frei bekommen, um ihm bei seiner Fahrt durch die Stadt zuzujubeln.

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Winston Churchill in Zürich
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Winston Churchill kam vor 70 Jahren nach Zürich.
Um die berühmte Europa-Rede zu halten.
Tausende strömten herbei, um den britischen Premierminister zu empfangen.
Winston Churchill wird vor 70 Jahren, am 19. September 1946, in Zürich von der Bevölkerung begeistert empfangen.
Winston Churchill wird vor 70 Jahren, am 19. September 1946, in Zürich von der Bevölkerung begeistert empfangen.
Winston Churchill wird vor 70 Jahren, am 19. September 1946, in Zürich von der Bevölkerung begeistert empfangen.

Winston Churchill in Zürich

Keystone

Churchill verbrachte 1946 seine Malferien in der Schweiz am Ufer des Genfersees. Am 18. September traf er schliesslich abends - begleitet von seiner Tochter Mary und seinem Freund und Mallehrer Charles Montag - in Zürich ein, wo er Gast im Grand-Hotel Dolder war.

Seine visionäre Rede, die von Radio Beromünster ins Ausland übertragen wurde, hielt er am darauffolgenden Tag in der Aula der Universität Zürich. Churchill sprach über die Zukunft Europas und rief in einer Zeit, als viele noch nach Vergeltung schrien, zur Versöhnung auf. Sein Appell "Let Europe arise!" wurde weltberühmt.

Dieser denkwürdige Tag jährt sich am kommenden Montag zum 70. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums wird Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission, am Abend an der Universität Zürich einen Vortrag halten. Das jährlich stattfindende Churchill-Symposium eröffnet Bundespräsident Johann Schneider-Ammann.

Juncker und Schneider-Ammann treffen sich jedoch bereits tagsüber, wie am Rand des Asien-Europa-Gipfels (ASEM) in Ulan-Bator von Mitte Juli bekannt wurde. In ihrem Gespräch dürfte es erneut um die Umsetzung der SVP-Masseneinwanderungsinitiative gehen.