Die SP erklärt, trotz eines budgetierten Defizits sei die Situation "keineswegs dramatisch": Das Budget 2018 sei solid, die Aussichten erfreulich, die Stadt finanziell kerngesund.

Die Partei fordert mehr bezahlbare Wohnungen, sichere Velorouten und eine gute Kinderbetreuung, damit alle Einwohner am Erfolg teilhaben könnten. Sie kündet für die Budgetdebatte Anträge für punktuelle Mehrinvestitionen und Kürzungen an.

Die Grünen erkennen im Budget eine "rote Null", die trotz eines hohen Wachstumsdrucks erreicht wurde. Sie fordern, dass die eine Milliarde Franken, welche die Stadt 2018 investieren will, gezielt an die richtigen Orte fliesst: Bildung, Kinderbetreuung, Wohnbau und Infrastruktur für ältere Menschen.

Die AL erwartet auch angesichts des präsentierten Budgets kein Defizit. Dies drohe nur, wenn Bund und Kanton den öffentlichen Haushalten mit einer unzweckmässigen Unternehmenssteuerreform die notwendigen Mittel entzögen.

Die Finanzkraft der Stadt beruhe auch auf einem "unerbittlichen Verdrängungskampf" auf dem Immobilienmarkt, hält die AL fest. Die Leidtragenden seien Menschen mit tieferen Einkommen. Sie müssten unterstützt werden, um sie vor der Verdrängung aus der Stadt zu bewahren.

Die Grünliberalen fordern den Stadtrat auf, bei seinen Investitionen darauf zu achten, dass sie wirklich dafür sorgten, dass Zürich mit seinem Wachstum Schritt halten könne. Der Stadtrat muss laut GLP auch aufzeigen, dass er Projekte mit weniger Geld und ohne "Züri-Finish" durchführen könne.

Die FDP ist mit dem Budgetvorschlag des Stadtrats nicht zufrieden. Die Rahmenbedingungen seien hervorragend, man hätte einen Überschuss erwarten müssen. Die Partei meint: "Trotz knapp 3 Milliarden Franken Steuereinnahmen verpasst es der Stadtrat die nötigen Impulse für die Zukunft der Stadt zu setzen." Diese wären: Steuersenkungen, keine Ablehnung gegenüber der Unternehmenssteuerreform und Ausgaben senken.

Die SVP nennt die Budgetierung des Stadtrats fahrlässig, weil er eine weitere Verschuldung der Stadt in Kauf nehme. Mit den hohen Steuereinnahmen solle man die Schulden reduzieren. Die Anzahl städtischer Angestellter steigt der SVP zu stark an bis 2021. Die Partei kündet für die Budgetdebatte Sparanträge in der Höhe von 130 Millionen an.

Die CVP anerkennt die Anstrengungen des Stadtrats, den städtischen Haushalt im Gleichgewicht zu halten, aber sie erklärt: "Trotz den weiterhin auf hohem Niveau sprudelnden Steuererträgen ist keinerlei Spielraum mehr vorhanden." Dies gehe auf das Versäumnis des Stadtrats zurück, die positiven Rechnungsabschlüsse für das Anlegen deutlicherer Reserven zu nutzen.