Aufgrund seiner desolaten finanziellen Situation und den gegen ihn eingeleiteten Betreibungen sei es dem Mann zu keinem Zeitpunkt möglich gewesen, die Rechnungen der bestellten Artikel zu begleichen, heisst es in der Mitteilung der Kantonspolizei Zürich vom Donnerstag.

Gegen den Zürcher IV-Rentner wurde deshalb unter der Leitung der Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs sowie betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage durchgeführt.

Die Ermittlungen ergaben, dass der Beschuldigte auch in den Kantonen Bern, St. Gallen, Aargau, Schwyz, Luzern, Solothurn und Baselland sowie in Deutschland und Österreich Betrugsdelikte begangen hatte. Der 45-Jährige habe die ihm zur Last gelegten Vergehen zugegeben, heisst es in der Mitteilung.

Wahllos Waren bestellt

Bestellt hatte er verschiedenste Geräte, Werkzeuge, Spielwaren, Informatikartikel, diverses Zubehör, Unterhaltungselektronik sowie Büro-, Garten und Haushaltartikel. Als Motiv nannte der IV-Rentner Langeweile sowie die Finanzierung seines Lebensunterhaltes.

Er wählte die Artikel oftmals spontan aus. Ob diese gewinnbringend zu verkaufen waren, spielte beim Kaufentscheid keine oder nur eine untergeordnete Rolle. Nicht selten benutzte er die bestellten Waren selber, verschenkte sie in einem nicht näher bekannten Personenkreis oder bot sie auf verschiedenen Internetportalen zum Kauf an.

10'000 Franken konnten die Ermittlungsbehörden sicherstellen und den Eigentümern zurückgeben.