Von altem Spielzeug bis hin zu ganzen Autos: Jeden Tag müssen die Strassenwärter dutzende Kilos illegalen Abfalls auf den Zürcher Autobahnen einsammeln. Jährlich häuft sich so 600 bis 700 Tonnen Müll an. Vor allem auf Autobahnraststätten wüten die illegalen Entsorger gewissenlos.

Wenn es um Gratis-Entsorgung geht, werden die Gesetzesbrecher richtig kreativ, wie Strassenwärter Patrick Arendt gegenüber "TeleZüri" sagt: "Die Leute machen sich richtig viele Gedanken, wie sie ihren Müll illegal entsorgen können." Teilweise werde der Abfall sogar vorbereitet, sei es gefaltet, zerschnitten oder halbiert, um ihn in die öffentlichen Abfallstellen stopfen zu können.

Selbst Firmen liefern ihren Abfall bei den Raststätten ab. Beat Städler, Betriebsleiter des Autobahnwerkhofs Winterthur, kennt einen Fall, bei welchem eine Bäckerei aus der Ostschweiz immer am gleichen Ort ihre Verpackungen deponierte.

Bussen von 200 bis 50'000 Franken

Vielmehr seien es jedoch Pendler, welche ihre Entsorgungsgebühren sparen wollen. Städler erinnert sich an ein ganzes Auto, welches voll mit Abfall an einer Raststätte parkiert und stehengelassen wurde. "Das Auto war zwar registriert, aber der Besitzer ist ausgewandert und hat so seinen Abfall enstorgt", schildert er.

Oft sei es unwahrscheinlich, dass der Täter gefunden wird. Wenn die Strassenwärter jedoch trotzdem Personen beim illegalen Entsorgen überraschen, würden diese oft gleichgültig oder unwissend reagieren.

Die Kantonspolizei führt in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Winterthurer Autobahnwerkhofes regelmässig Kontrollen an den Raststätten durch. Wer in flagranti erwischt wird, kann es hart treffen. Bussen belaufen sich von 200 bis zu 50'000 Franken. Das Bundesamt für Strassen prüft nun, ob das Aufstellen von Hinweistafeln helfen könnte.