In der Zürcher Verwaltung gibt es gegenwärtig 50 Personalabteilungen, von denen viele unterschiedlich arbeiten. Das führe zu Reibungsverlusten und Doppelspurigkeiten, schreibt die GPK in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Es gibt zwar eine übergeordnete Stelle. Das kantonale Personalamt habe aber nur eine "bescheidene Führungsrolle", so die GPK weiter. Die Folge: Strategische Vorgaben würden seit Jahren nicht oder nur mit grossen Schwierigkeiten umgesetzt.

Stattdessen würden viel zu oft die Interessen der einzelnen Direktionen und Ämter in den Vordergrund gestellt. Schuld an dieser "Jeder für sich"-Haltung ist nach Ansicht der GPK vor allem der Regierungsrat. Dieser führe zu wenig. Zudem seien die Organisationsstrukturen nicht mehr zeitgemäss.

GPK fordert ein Amt für alle

Die GPK legt deshalb mehrere Forderungen auf den Tisch. In einem Postulat fordert sie, dass die Aufgaben der Personalämter in einem einzigen Kompetenzzentrum zusammengefasst werden. Die Kommission will also das kantonale Personalamt stärken.

Dieses Amt soll künftig auch verbindliche Weisungen erlassen können statt wie bisher nur "Empfehlungen", die dann nicht befolgt werden. Der Regierungsrat müsse seine Führungsverantwortung zudem mehr wahrnehmen, schreibt die GPK weiter.

Dieses GPK-Postulat wird in einer der nächsten Sitzungen dem Kantonsrat vorgelegt. Wird es vom Parlament überwiesen, muss der Regierungsrat die Forderungen zumindest prüfen.