Der Fonds soll von Betrieben und Selbstständigerwerbenden mit Lohnprozenten finanziert werden. Ziel der AL ist es, das Kinderbetreuungsangebot in den Gemeinden weiter auszubauen und zu vereinheitlichen. Eingereicht worden war das Volksbegehren im Mai 2014.

Ein kantonaler Betreuungsfonds sei unnötig, schreibt die KBIK in einer Mitteilung vom Montag. Die Gemeinden würden bereits heute familienergänzende Betreuungsplätze anbieten, welche sich am tatsächlichen Bedarf orientierten.

Die kantonsrätliche Kommission bezeichnet den Betreuungsfonds als "bürokratisch aufwendiges und zentralistisches Instrument". Ein solches würde Unternehmen und Selbstständigerwerbende in einem bereits schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zusätzlich belasten. Die KBIK sprach sich mit 10 zu 5 Stimmen gegen die Initiative aus.

Die meisten Gemeinden hätten die Elternbeiträge, die höchstens kostendeckend sein dürfen, bereits einkommensabhängig ausgestaltet, argumentiert die Kommissionsmehrheit. Angesichts der stetig wachsenden Kinderbetreuungsangebote bestehe keine Veranlassung, in die Kompetenzen der Gemeinden einzugreifen.

Eine Minderheit aus AL, SP und Grünen unterstützt das Anliegen hingegen. Die Wirtschaft beteilige sich zu wenig an den Kosten, profitiere aber direkt davon, wenn Eltern dank der von ihnen massgeblich finanzierten Kinderbetreuung berufstätig sein könnten, argumentiert die Linke.

Die Befürworter versprechen sich von einem kantonalen Betreuungsfonds zudem mehr Betreuungsplätze - speziell auch in weniger urbanen Gebieten. In verschiedenen Westschweizer Kantonen existiere ein solcher Fonds bereits.