Sollte das Stimmvolk am 25. September an der Urne ein Ja einlegen, werden die Parkplätze in der Stadt massiv teurer. Eine Stunde würde dann 3 Franken kosten, zwei werden auf 7.50 Franken erhöht.

Die Zürcher SVP kämpft gemeinsam mit der FDP und Gewerblern gegen eine Erhöhung. Einzig die CVP fehlt im bürgerlichen Lager - sehr zum Ärger der liberalen Kräfte. Denn die christlichdemokratische Volkspartei hat am Dienstagabend überraschend einer Erhöhung, welche von rot-grüner Seite gefordert wurde, zugestimmt.

Susanne Brunner, Präsidentin des Gewerbevereins Zürich Seefeld zeigt sich enttäuscht vom Entscheid der CVP: "Ich würde mir wünschen, dass die Partei zukünftig wieder eine Partnerin des Gewerbes ist", sagt sie gegenüber "TeleZüri". "Eine bürgerliche Partei kann und darf niemals für eine sinnlose Gebührenerhöhung sein", findet Mauro Tuena, Präsident der SVP Stadt Zürich.

Erhöhung als Kompromiss

Auch die FDP ist enttäuscht von der CVP. Es sei kein bürgerliches Verhalten, welche die christlichdemokratische Volkspartei an den Tag lege, so Kantonsrat Marc Bourgeois. Er verstehe nicht, wieso die Partei erst gegen eine Motion für eine Parkgebührerhöhung gestimmt habe, nur um sich kurz darauf für eine Weisung, welche nicht nur die Parkgebühren erhöht, sondern zusätzlich auch noch Gebiete ausdehnt, auszusprechen. "Das ist völlig inkonsistente Windfahnenpolitik!"

Die Erhöhung der Parkgebühren ist ein Kompromiss, welchen der Zürcher Stadtrat und Gemeinderat diesen Frühling geschlossen haben. Auf diesen beruft sich auch die CVP in ihrer Stellungnahme. Sie unterstütze den Kompromiss nur, um grösseren Schaden zu verhindern.

"Wir können nicht einfach unsere Meinung ändern, so wie das die FDP macht", rechtfertigt Christian Traber seine Partei. Er sehe die Kompromisskultur in der Stadt Zürich zunehmend gefährdet.