Rund vier Prozent der Ehemänner nehmen den Nachnamen der Frau an. Deutlich häufiger ist dies bei Eheschliessungen zwischen ausländischen Männern und Schweizer Frauen der Fall, wie Statistik Stadt Zürich am Donnerstag mitteilte.

Seit Anfang 2013 können Frauen und Männer frei wählen, ob sie bei der Heirat ihren eigenen Namen behalten wollen. Die Wahl eines Doppelnamens ist nicht mehr möglich.

Das neu eingeführte Namensrecht zeigt in der Stadt Zürich Wirkung. So ist der Anteil der Ehepaare mit unterschiedlichen Namen von 27,4 auf 41,7 Prozent gestiegen.

Gleichzeitig hat der Anteil der Paare, die denselben Nachnamen wählen, von 48,2 Prozent im Jahr 2012 auf 54,4 Prozent im vergangenen Jahr zugenommen. Bei jedem zweiten Ehepaar handelt es sich dabei um den Nachnamen des Mannes, nur eines von 30 Paaren trägt gemeinsam den Ledignamen der Frau.

Bis 2012 war ein gemeinsamer Familienname für Ehepaare zwingend. Der Nachname des Ehemannes war dabei vom Gesetz her grundsätzlich als Familiennamen vorgesehen.

Bei Paaren, die 1980 heirateten, führten noch 91 Prozent einen gemeinsamen Nachnamen. Danach sank dieser Anteil bis 2012 kontinuierlich auf 48,2 Prozent.

Gleichzeitig wurden in diesem Zeitraum zunehmend häufiger unterschiedliche Namen gewählt. Von 1980 bis 2012 stieg deren Anteil von 3,8 auf 27,4 Prozent. Zudem entschieden sich immer mehr Frauen für einen Doppelnamen: 1980 waren es noch 3,1 Prozent, 12 Jahre später 20,8 Prozent.