Die Ermittler gehen davon aus, dass die vier Kinder sich Zugang in die verschlossene und seit Jahrzehnten stillgelegte Zündholzfabrik verschafften. Dort entdeckten sie in einem Gestell ein verdecktes Holzfach mit einer geschlossenen Metallbox.

Explosion Fehraltorf: Ein Augenzeuge spricht

Die vier Knaben haben offenbar mit Feuer gespielt, als es zur Explosion kam. Bei zwei Kindern seien sogar Körperteile weggerissen worden.

In dieser Box lagerten seit mehreren Jahrzehnten vergessene Sprengkapseln, die wohl in den 1930er Jahren hergestellt wurden, wie die Kantonspolizei Zürich am Montag mitteilte.

Die Buben entzündeten am Boden ein Feuer und warfen ein paar der Sprengkapseln hinein. Bei der dadurch ausgelösten Explosion wurden zwei Buben schwer, einer mittelschwer und einer leicht verletzt. Die Kinder schafften es aus eigener Kraft ins Freie, wo ein Anwohner sie entdeckte und die Rettungskräfte alarmierte.

Grosse Anteilnahme

Die Betroffenheit in der Gemeinde ist gross. So schreibt die Schule Fehraltorf auf ihrer Homepage: "Das Ereignis stellt nicht nur für diese Familien, sondern für die gesamte Schule eine unfassbare Tragödie dar." Weiter heisst es: "Wir alle fühlen uns im Herzen getroffen und stehen als Schule uneingeschränkt hinter den betroffenen Familien." Auch der Gemeindepräsident Wilfred Ott äusserte sich betroffen gegenüber dem "SonntagsBlick".

Wie es den Verletzten geht, gibt die Polizei aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht bekannt. Weitere Untersuchungen werden von der Kantonspolizei und der Jugendanwaltschaft durchgeführt.

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