Nachfolge
Viele Kandidatinnen und ein Kandidat stehen bereit für den Regierungsrat

SP-Bildungsdirektorin Regine Aeppli tritt bei den Wahlen im Kanton Zürich im nächsten Jahr nicht an. Die parteiinterne Ausmarchung für Aepplis Nachfolge wird spannend: Die SP kann aus vielen Interessenten auswählen.

Oliver Graf
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In den Regierungsrat will Nationalrätin Chantal Galladé.

In den Regierungsrat will Nationalrätin Chantal Galladé.

Keystone

Die SP will im April 2015 ihren frei werdenden Sitz verteidigen. Und dies natürlich «unbedingt», wie Kantonalparteipräsident Daniel Frei gestern sagte, als Bildungsdirektorin Aeppli ihren Rücktritt bekannt gab.

Für diesen zweiten SP-Sitz – Sicherheitsdirektor Mario Fehr stellt sich für eine Wiederwahl bekanntlich zur Verfügung – scheint die SP auf verschiedene mögliche Kandidaten zurückgreifen zu können. Die SP-Sektionen werden diese bis 15. Juli der Kantonalpartei melden. Die Delegierten der SP werden dann am 27. September die Regierungsrats-Kandidaten nominieren. Es dürfte wohl neben dem bisherigen Mario Fehr bei einer einzigen weiteren Nomination bleiben.

Dabei dürfte viel Arbeit auf die Winterthurer Sektion zukommen: In den Regierungsrat will etwa Nationalrätin Chantal Galladé. «Ich stehe zur Verfügung», sagt die Winterthurerin klar. Ihre Ratskollegin Jacqueline Fehr (Winterthur) formuliert zurückhaltender: «Ich überlege mir, zu kandidieren.» Sie wolle sich aber zunächst noch mit ihrem Umfeld und der Partei absprechen. Yvonne Beutler, seit Oktober 2012 Winterthurer Finanzvorsteherin, hat sich noch nicht mit einer möglichen Kandidatur befasst, dafür sei es noch zu früh. Aber sie schliesst sie, falls eine Anfrage der Partei komme, auch nicht aus. Ähnlich äussert sich Priska Seiler Graf. Die Klotener Stadträtin und Kantonsrätin zeigt sich auf Anfrage für eine Kandidatur grundsätzlich «offen».

Klar auf eine Kandidatur aspiriert auch Daniel Jositsch, der zwischenzeitlich in Winterthur lebte und nun wieder in Stäfa wohnt. Ob die Delegierten auf den Nationalrat setzen werden, ist allerdings offen:

Denn es ist fraglich, ob die SP im Herbst zwei Männer auf ihr Zweierticket schreiben will.

Bei der FDP, die den Sitz der ebenfalls nicht mehr antretenden Finanzdirektorin Ursula Gut verteidigen will, läuft die interne Ausmarchung ebenfalls bis im Herbst. Die CVP will mit Silvia Steiner ihren 2011 verlorenen Sitz zurückerobern. Auch die GLP überlegt sich, ins Rennen einzusteigen.