Zürich
Viele Bäume abgestorben — Zürich will bessere Bedingungen auf Sechseläutenplatz

Rund die Hälfte der Bäume in den fünf Bauminseln auf dem Zürcher Sechseläutenplatz sind abgestorben. Schuld sind die schlechten Lebensbedingungen.

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Ein Grund für das Absterben ist der tiefe Grundwasserspiegel. (Archiv)

Ein Grund für das Absterben ist der tiefe Grundwasserspiegel. (Archiv)

Matthias Scharrer

Diese sollen nun verbessert werden. Voraussichtlich müssten 29 Bäume ersetzt werden, teilte der Stadtrat am Donnerstag mit. Die Bäume seien abgestorben «trotz Bewässerung und der Einbringung von Nährstofflösungen direkt im Wurzelraum».

Ein Grund für das Absterben ist der tiefe Grundwasserspiegel. Hinzu kommt, dass das Erdreich der Bäume durch Betreten und Befahren derart verdichtet wurde, dass nicht mehr genügend Wasser und Luft bis zu den Wurzeln gelangte. Auch habe der trockene und heisse Sommer 2018 die Situation für die Bäume noch verschärft.

Um bestehenden und neuen Bäumen bessere Wachstumsbedingungen zu verschaffen, setzt Grün Stadt Zürich verschiedene Massnahmen von Januar 2020 bis zum Sechseläuten im April um. Zuerst wird ein spezielles, lockeres Baumsubstrat in die Baumgruben gefüllt, das Bodenbelastungen abfedert und eine bessere Durchwurzelung im Erdreich ermöglicht.

Zusätzlich werden Belüftungsrohre für den Luftaustausch und Bewässerungseinrichtungen als permanente Installationen unter den Boden verlegt. Letztere erlauben es, den Bäumen künftig Wasser nach Bedarf zuzuführen – beispielsweise in trockenen und heissen Sommern. Um den Wurzelbereich zu schützen, wird bei jeder Baumscheibe ein Stahlrost angebracht. Damit bleibt die Oberfläche für Wasser und Luft durchlässig und verhindert, dass das Erdreich durch Betreten oder Befahren zusammengedrückt wird.

Die Bauarbeiten beginnen im Januar 2020 und erfolgen etappenweise, um die Nutzung und Aufenthaltsqualität des Platzes möglichst wenig einzuschränken. Die neuen Bäume werden im Herbst gepflanzt, nach dem Zurich Film Festival. Für die neuen Bäume und die Verbesserungsmassnahmen hat der Stadtrat 1,95 Millionen Franken bewilligt. (sda)