Kloten

Verwaltungsgericht bremst geplante Strassensanierung im Naturschutzgebiet

Naturschutzgebiet Eigental.JPG

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Die Strasse durch das Naturschutzgebiet Eigental bleibt nach einem Entscheid des Zürcher Verwaltungsgerichts bis auf weiteres gesperrt, wie die Gemeinden Kloten und Nürensdorf am Montag mitteilten.

Vor der Sanierung der Eigentalstrasse muss die Baudirektion die nötigen Naturschutzmassnahmen festlegen.

Die vier Kilometer lange Verbindungsstrasse zwischen Nürensdorf und Oberembrach wurde Ende 2012 wegen zunehmender Belagsschäden aus Sicherheitsgründen provisorisch gesperrt. Die Gemeinden Oberembrach, Nürensdorf und Kloten, denen die Strasse gehört, verständigten sich dann auf eine Strassensanierung und die Prüfung von Massnahmen zugunsten des Naturschutzes.

Das Sanierungsprojekt von Kloten und Nürensdorf vom Mai 2013, zu dessen flankierenden Massnahmen eine Sperrung in der Nacht und während der Amphibien-Wanderungen sowie ein Lastwagenverbot gehörte, wurde von verschiedenen Seiten beim Bezirksrat Bülach angefochten.
Forderungen von keiner bis zu vollständiger Sperrung

Die Anträge gingen weit auseinander. Umweltverbände plädierten dafür, die Eigentalstrasse in einen Veloweg umzuwandeln und ganzjährig für den motorisierten Verkehr zu sperren. Von anderer Seite wurde verlangt, ganz auf die geplanten Sperrungen zu verzichten.

Der Bezirksrat Bülach entschied, die Strasse sei sofort zu sanieren, und es sei die Planung von Amphibientunnels voranzutreiben. Während Oberembrach damit zufrieden war, zogen Kloten und Nürensdorf den Fall ans Verwaltungsgericht. Diese Rechtsmittelinstanz wies das Verfahren nun wieder zurück an die Gemeinden.

Das Verwaltungsgericht habe die kantonale Baudirektion explizit für die Benennung der Naturschutzmassnahmen verantwortlich erklärt, heisst es in der Mitteilung von Kloten und Nürensdorf. Und unzulässig sei eine sofortige Sanierung, bevor die nötigen Naturschutzmassnahmen festgelegt seien.

Der Stadtrat Kloten und der Gemeinderat Nürensdorf sind überzeugt, dass die ursprünglich vorgeschlagene Lösung mit temporären Sperrzeiten, einem Lastwagenverbot und einer Beschränkung auf Tempo 60 "zielführend und verträglich" wäre, wie sie schreiben.

Sie begrüssen auch, dass der Kanton Zürich stärker in die Pflicht genommen wird, indem die Baudirektion die naturschützerischen Massnahmen festlegen muss.

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