Schreckung

Verurteilter Facebook-Schrecker zieht Fall ans Bundesgericht

Auf Facebook hatte der verurteilte Gymnasiast seine "Freunde" bedroht. Die Verurteilung akzeptiert er aber nicht. (Symbolbild)

Auf Facebook hatte der verurteilte Gymnasiast seine "Freunde" bedroht. Die Verurteilung akzeptiert er aber nicht. (Symbolbild)

Ein 23-jährige Zürcher wurde wegen versuchter «Schreckung der Bevölkerung» vom Zürcher Obergericht verurteilt. Er zieht den Fall ans Bundesgericht weiter. Der ehemalige Gymnasiast hatte online seine Facebook-Freunde mit dem Tod gedroht.

An seinem Geburtstag im März 2012 hat keiner dem jungen Zürcher auf Facebook zum Geburtstag gratuliert. Darauf schrieb er folgenden Beitrag auf sein Profil:

«Freut sich heute niemand, dass ich geboren worden bin. Ich schwöre, ich zahle es euch allen zurück!!! Es ist nicht eine Frage der Höflichkeit, sondern von Respekt und Ehre. Ich vernichte euch alle, ihr werdet es bereuen, dass ihr mir nicht in den Hintern gekrochen seid, denn jetzt kann euch niemand mehr schützen ... Pow!!!! Pow!!!! Pow!!!!» (az vom 27.11.13).

Bei seinem Eintrag habe es sich um einen Witz gehandelt, sagte der Angeklagte. Auch berief er sich auf seine künstlerische Freiheit. Er habe niemanden ängstigen wollen, beteuerte er (az vom 25.11.13).

Versuchte Schreckung

Das Zürcher Obergericht verurteilte den jungen Mann aber wegen versuchter Schreckung der Bevölkerung mit einer teilbedingten Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu 10 Franken, 21 Tagessätze unbedingt.

Das Urteil wird aber vom ehemaligen Gymnasiast nicht angenommen. Das Zürcher Obergericht hat gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» bestätigt, dass der Fall ans Bundesgericht in Lausanne geht. (tos)

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