Glasfasernetz
Verstösst das Glasfasernetz gegen Wettbewerbsrecht?

Die Wettbewerbskommission (Weko) des Bundes sieht Anhaltspunkte dafür, dass die Swisscom und das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) den Wettbewerb auf dem städtischen Glaserfasernetzes einschränken könnten. Sie überprüft deshalb den Vertrag.

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Glasfaserkabel der Swisscom werden in Zürich verlegt (Archiv)

Glasfaserkabel der Swisscom werden in Zürich verlegt (Archiv)

Keystone

Wie die Weko am Donnerstag mitteilte, «können bei gewissen Klauseln wettbewerbsrechtliche Bedenken nicht ausgeschlossen werden». Beispielsweise wollten Swisscom und EWZ zwar nicht alle Glasfasern selbst nutzen. Damit wäre es grundsätzlich möglich, dass auch andere Anbieter das neue Netz nutzten.

Gleichzeitig machten EWZ und Swisscom aber ab, dass nur das EWZ über die Zulassung Dritter auf diesem Netz entscheide. Dadurch könnte das EWZ eine monopolähnliche Stellung bekommen, heiss es bei der Weko. Deshalb überprüfe sie nun den Vertrag.

Die Weko stelle aber weder den gemeinsamen Bau noch den Betrieb einer Glasfaserinfrastruktur in Frage. Sie wolle lediglich sicher stellen, dass auf diesem Netz der Wettbewerb nicht eingeschränkt werde.

Mit der gleichen Begründung hat die Weko bereits im Januar mit Vorabklärungen zum Bau der Glasfasernetze in St. Gallen und Genf begonnen.