Der Entscheid im Rahmen der Teilrevision der Finanzverordnung der reformierten Landeskirche war umstritten: Eine Mehrheit der vorberatenden Kommission hatte es noch abgelehnt, dass verschuldete Kirchgemeinden bei einem Zusammenschluss einen Entschuldungs-Beitrag erhalten sollten.

Von einem Zückerchen für fusionswillige Gemeinden war dann auch während der Debatte in der Kirchensynode die Rede. Verschiedene Mitglieder stellten zudem die Frage nach der "grundlegenden Gerechtigkeit" gegenüber den Gemeinden, die unterschiedlich mit ihren finanziellen Mitteln umgingen, wie es in einer Mitteilung der reformierten Kirche vom Dienstagabend heisst.

Am Ende obsiegte aber der Antrag der Kommissionsminderheit mit 55 zu 38 Stimmen: Mit dieser Anpassung wird nun in der Finanzverordnung zwar die Möglichkeit geschaffen, bei Fusionen gewisse Entschuldungs-Beiträge zu gewähren - gleichzeitig wird aber auch eine spätere Rückforderungsmöglichkeit eingeräumt.

Die weiteren Anpassungen in der Finanzordnung wurden praktisch diskussionslos genehmigt, wie es in der Mitteilung weiter heisst. In der Schlussabstimmung wurde sie denn auch einstimmig angenommen.