Finanzen

Verschuldung und Sozialausgaben der Zürcher Gemeinden nehmen leicht zu

Der durchschnittliche Überschuss ging von 56 auf 47 Franken pro Kopf zurück.

Der durchschnittliche Überschuss ging von 56 auf 47 Franken pro Kopf zurück.

Die Finanzhaushalte der Zürcher Gemeinden haben sich im Jahr 2012 leicht verschlechtert. Obschon die Rechnungsergebnisse mehrheitlich positiv ausfielen, nahm die Verschuldung weiter zu.

Insgesamt könne die finanzielle Situation der Gemeinden weiterhin als stabil bezeichnet werden, teilte das Statistische Amt des Kantons Zürich am Freitag mit. Auch hätten die finanzschwächeren Gemeinden ihre Stabilität verbessert.

Der durchschnittliche Überschuss ging von 56 auf 47 Franken pro Kopf zurück. Da die grösseren Gemeinden eher rote Zahlen aufwiesen als die kleinen, wies die Mehrheit der Jahresrechnungen einen Überschuss auf.

Zinswende als Risiko

Dieser Entwicklung steht allerdings eine Erhöhung der kumulierten Netto- und Bruttoschulden gegenüber. Nur leicht zugenommen haben die Nettoinvestitionen pro Kopf. Um diese zu finanzieren, mussten die Gemeinden zusätzliches Fremdkapital beschaffen.

Dass die Finanzierungkosten trotzdem abnahmen, ist laut Mitteilung auf die historisch tiefen Zinssätze zurückzuführen. Von diesen gehe deshalb ein gewisses Risiko aus. Insbesondere besteht die Gefahr, dass die Gemeinden nach einem möglichen Zinsanstieg mit "hohen, von aussen bestimmten Kosten konfrontiert" werden.

Die Selbstfinanzierung der Gemeinden betrug 2012 wie im Vorjahr durchschnittlich 860 Franken pro Kopf. Dieser Betrag bleibt also in der Kasse zurück, nachdem sämtliche Rechnungen beglichen wurden. Er dient dazu, Investitionen zu tätigen oder Schulden abzubauen.

Gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen ist der Aufwand für Sozialleistungen. Dies gilt insbesondere für Sozialhilfe sowie, in schwächerem Ausmasse, für die Beihilfen zur AHV/IV sowie für die übrigen Kosten wie die Alimentenbevorschussung. Auch anteilsmässig haben die Sozialausgaben zugenommen.

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