Zürich Altstetten
Verlegung der Linie 2: Dialog mit Quartier soll neue Lösungsansätze bringen

Der Zürcher Stadtrat hat die weitere Planung für die Verlegung des 2er-Trams in Altstetten aufgrund von Opposition aus dem Quartier und im Gemeinderat sistiert. Im Herbst wird über das weitere Vorgehen entschieden.

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Der Stadtrat setzt auf Vermittlung und Dialog: Neue Ideen und Anregungen aus dem Quartier sollen neue Lösungsansätze hervorbringen.

Der Stadtrat setzt auf Vermittlung und Dialog: Neue Ideen und Anregungen aus dem Quartier sollen neue Lösungsansätze hervorbringen.

Keystone

Der Zürcher Stadtrat hat die weitere Planung für die Verlegung des 2er-Trams in Altstetten aufgrund von Opposition aus dem Quartier und im Gemeinderat sistiert.

Aufgrund der Ergebnisse des Dialogs mit der Quartierbevölkerung werde der Stadtrat im Spätherbst über das weitere Vorgehen entscheiden, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Bis dahin seien weitere Gespräche und Veranstaltungen mit der Quartierbevölkerung geplant.

Der Stadtrat plante bisher, die Tramlinie 2 an den Bahnhof Altstetten anzubinden, weil dort durch zusätzliche Züge und die Betriebsaufnahme der Limmattalbahn im Jahr 2019 mit deutlich mehr Fahrgästen gerechnet wird.

Der 2er sollte zwischen Lindenplatz und Farbhof nicht mehr über die Badenerstrasse fahren, sondern über die Altstetterstrasse zum Bahnhof Altstetten. Von dort sah das Konzept die Weiterfahrt auf den Gleisen der neu zu bauenden Limmattalbahn an den Farbhof und weiter nach Schlieren vor.

Diese neue Verkehrsführung stiess im Quartier und im Gemeinderat auf deutliche Ablehnung. Der Stadtrat beauftragte deshalb ein Projektteam mit der Planung eines Dialogs mit dem Quartier. Diskutiert werden sollen Möglichkeiten zur Aufwertung des Gebiets zwischen Altstetterstrasse, Lindenhof, Farbhof und Bahnhof Altstetten.

In einer ersten offenen Quartierveranstaltung im Frühsommer werden die Anliegen aus dem Quartier aufgenommen. Die Ideen und Anregungen würden dann ausgewertet und Lösungsansätze erarbeitet.

In einer zweiten Veranstaltung im Anfang Herbst werde die Quartierbevölkerung dann die von der Begleitgruppe zusammen mit der Verwaltung ausgearbeiteten Vorschläge bewerten können, heisst es in der Mitteilung. Ende Jahr werde der Stadtrat dann an einer Veranstaltung im Quartier über das weitere Vorgehen informieren.