Die Stadtpolizei Zürich verzeichnete im Jahr 2012 rund 866‘000 Übertretungen. Das sind acht Prozent weniger als im Vorjahr.

Bei falsch parkierten Fahrzeugen ist eine Abnahme der Fälle von rund 7.5% zu verzeichnen. Geschwindigkeitsübertretungen nahmen gegenüber dem Vorjahr um 9.8% ab. Übertretungen bei Rotlichtkontrollanlagen weisen eine leichte Zunahme von 1.6% auf. Dies teilt die Stadtpolizei Zürich mit.

Ausbildungsklasse für Kontrollen fehlte

Der Rückgang der Übertretungen im ruhenden Verkehr ist auf weniger Kontrollstunden des Kommissariats Kontrolle Ruhender Verkehr (KRV) zurückzuführen (minus 8‘172 Kontrollstunden), da wegen der geringen Personal-Fluktuation im Jahr 2012 keine Ausbildungsklasse KRV gebildet werden konnte. Seit Anfang 2013 wird wieder eine Klasse ausgebildet.

Im fahrenden Verkehr blieben die bisherigen Anlagen im Vergleich zum Vorjahr unverändert in Betrieb. Die Kontrolldichte blieb damit unverändert. Diverse Anlagen konnten wegen Baustellen nicht oder nur eingeschränkt betrieben werden.

Westumfahrung beschehrt der Stadt weniger Verkehr

Aufgrund der im Mai 2009 eröffneten Westumfahrung wurde im Rahmen der flankierenden Massnahmen die Verkehrsführung in und um die Stadt Zürich verändert. Dies hat zu einer Reduktion des Durchgangsverkehrs geführt und dementsprechend auch Auswirkungen auf die Zahl der Übertretungen gehabt.

Die leichte Zunahme der Übertretungen im Bereich der Rotlichtkontrolle kann nicht auf eindeutige Ursachen zurückgeführt werden, die Abweichung liegt im natürlichen Schwankungsbereich.

Die Differenz zwischen den erteilten Ordnungsbussen von 54.3 Millionen Franken und dem für 2012 budgetierten Ertrag von 59.5 Millionen Franken beträgt minus 5.2 Millionen Franken. Diese Differenz ist im Wesentlichen auf die geringere Menge an festgestellten Übertretungen zurückzuführen.

Ende 2012 waren 87 automatische Verkehrskontrollanlagen in Betrieb. Die Stadtpolizei Zürich evaluiert die Standorte der Kontrollanlagen unter Berücksichtigung der neuen Verkehrsführungen sowie der Verkehrsunfallstatistik und berücksichtigt auch die Rückmeldungen von Behörden und der Bevölkerung.

Unfallschwerpunkte können so entschärft und verkehrsreiche, gefährliche Standorte kontrolliert werden.

Mehr Kontrollen bei Schulen und in Tempo 30-Zonen

Der Gemeinderat erhöhte Ende 2011 das Budget im Bereich der Automatischen Verkehrskontroll-Anlagen (AVK) um 925‘000 Franken und erteilte dabei den Auftrag zur Beschaffung von fünf zusätzlichen semistationären AVK-Anlagen.

Die zusätzlichen Überwachungsanlagen sollen insbesondere bei Schulhäusern und in Tempo 30 - Zonen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zum Einsatz kommen.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich die Verkehrsteilnehmenden aufgrund der zusätzlichen automatischen Verkehrskontrollanlagen vor Schulhäusern und an Schulwegen besser an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit halten.

Dies ist neben den rückläufigen Übertretungen auch aus verschiedenen Rückmeldungen von Anwohnern zu entnehmen.