Stadt Zürich
Verkehrsbetrieben geht das Personal aus - jetzt suchen sie Frauen, Quereinsteiger und Ausgesteuerte

Die städtischen Verkehrsbetriebe haben zunehmend Mühe, Bus- und Tramchauffeure zu finden. Das schreibt die SonntagsZeitung. Das Rekrutieren neuer Chauffeure sei «tendenziell schwierig», bestätigen der Verband öffentlicher Verkehr und die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV). Nun werden die ÖV-Betriebe bei der Rekrutierung kreativ.

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Die städtischen Verkehrsbetriebe haben zunehmend Mühe, Bus- und Tramchauffeure zu finden.

Die städtischen Verkehrsbetriebe haben zunehmend Mühe, Bus- und Tramchauffeure zu finden.

zvg

Die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ), denen wegen einer Pensionierungswelle Ende vergangenen Jahres 15 Tram- und Buschauffeure fehlten, haben eine neue Zielgruppe entdeckt: Quereinsteiger. Mit einer Plakatkampagne werden zurzeit Serviceangestellte, Pizzaiolos oder Büroangestellte dazu aufgefordert, sich zu «Tram- oder Buspiloten» umschulen zu lassen.

Die Bewerbungen von Quereinsteigern haben laut einer VBZ-Sprecherin zugenommen. «Köchinnen, Detailhändler, Handwerker oder Dentalassistentinnen haben sich gemeldet. Sogar erfolgreiche Manager sind dabei, die einen Job suchen, bei dem sie auch mal richtig Dienstschluss haben.» Bei den Berner Verkehrsbetrieben Bernmobil gehen in den nächsten Jahren ebenfalls mehrere Chauffeure in Rente.

Das Verkehrsunternehmen will nun unter anderem Frauen für den Job begeistern. Dazu hat es eine Kampagne gestartet, die sich ausdrücklich an Bewerberinnen richtet. Auch die Luzerner Verkehrsbetriebe (VBL) waren unter Zugzwang. «Um ihn auszugleichen, rekrutierten wir vermehrt Personal im Ausland, insbesondere in Deutschland», sagt ein Sprecher. «Auch Arbeitslose oder Ausgesteuerte erhalten bei uns die Chance auf eine Ausbildung und einen neuen Job.» (mgt)