Steuererklärungen
Vergebliche Mühe um Zusatzeinnahmen: Winterthur erhält keinen Scan-Auftrag aus Solothurn

Der Kanton Solothurn will seine 185'000 Steuererklärungen nicht in Winterthur einscannen lassen - sondern im Kanton Aargau. Winterthur erhielt zwar in fachlicher und technischer Hinsicht Bestnoten, war aber zu teuer.

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Die 185'000 Solothurner Steuererklärungen sollen nicht in Winterthur, sondern im Kanton Aargau eingescannt werden. (Symbolbild)

Die 185'000 Solothurner Steuererklärungen sollen nicht in Winterthur, sondern im Kanton Aargau eingescannt werden. (Symbolbild)

Pro Jahr hätte die Stadt Winterthur mit dem Scan-Auftrag aus Solothurn 234'000 Franken verdient. Doch daraus wird nichts, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Der Zuschlag gehe an den Kanton Aargau, weil dieser günstiger angeboten habe.

Für den Auftrag aus Solothurn hätte Winterthur zuerst noch das Scan-Center ausbauen müssen. Zudem wäre zusätzliche Hard- und Software nötig gewesen.

Die Investitionskosten hätten 576'000 Franken betragen. Weil der Auftrag Solothurn aber auf mindestens fünf Jahre angelegt gewesen wäre, hätte Winterthur trotz Anfangs-Investitionen Geld verdient.

Die Stadt Winterthur ist aber auch ohne Scan-Auftrag aus Solothurn als Scanning-Dienstleister aktiv: Momentan verarbeitet diese Abteilung des Steueramtes rund 370'000 Steuererklärungen aus 111 Zürcher Gemeinden. Dabei werden digitale Bilder der Steuerunterlagen erstellt und die Daten elektronisch erfasst.