BVK Kanton Zürich
Vereinigte Personalverbände kritisieren geplante Sanierung

Die Vereinigten Personalverbände (VPV) kritisieren, dass die BVK des Kantons Zürich primär auf Kosten der künftigen Generationen saniert werden soll. Sie seien konsterniert, dass die Lasten nicht besser verteilt würden.

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Thomas R. Schoenbaechler, CEO BVK, orientiert an einer Medienkonferenz in Zuerich am Dienstag, 27. Januar 2015, ueber das vergangene Geschaeftsjahr.

Thomas R. Schoenbaechler, CEO BVK, orientiert an einer Medienkonferenz in Zuerich am Dienstag, 27. Januar 2015, ueber das vergangene Geschaeftsjahr.

Keystone

Für die Versicherten über 60 Jahren gelte eine Besitzstandwahrung, was die Pensionskasse BVK fast eine Milliarde Franken koste. Die VPV fordern, dass der Kanton Zürich "einen substanziellen Teil zu dieser Milliarde beiträgt".

Der BVK-Stiftungsrat habe aus Rücksicht auf die Arbeitgeber - im Wesentlichen Kanton und Gemeinden - die Lasten einseitig verteilt, um einen Exodus der Gruppe 60+ zu vermeiden. Dabei seien primär die Interessen der Arbeitgeber stark gewichtet worden. Die länger im Arbeitsprozess verbleibenden Versicherten zahlten die Zeche, schreiben die VPV.

Nicht einverstanden sind die VPV, dass der BVK-Stiftungsrat einen Schlussstrich unter die Korruptionsaffäre ziehen will, welche die Kasse etwa 1,5 Milliarden Franken gekostet habe. Sie sprechen sich für eine Verantwortlichkeitsklage gegen die Regierung aus, die ihre Aufsichtspflichten nicht genügend wahrgenommen habe.

Der Stiftungsrat wird aufgefordert, auf seinen diesbezüglichen Entscheid zurückzukommen. So könne er zum Ausdruck bringen, dass er die Interessen der Versicherten ernst nimmt.