Öffentlicher Verkehr
VBZ: Zwei Laserattacken in nur zwei Wochen

Bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwölf Tagen wurde ein VBZ-Chauffeur in Zürich von einem Laser geblendet. Der Täter konnte bisher nicht identifiziert werden.

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Die Problematik von Laserattacken auf Mitarbeiter öffentlicher Verkehrsmittel besteht seit Längerem. (Symbolbild)

Die Problematik von Laserattacken auf Mitarbeiter öffentlicher Verkehrsmittel besteht seit Längerem. (Symbolbild)

Keystone

Am Dienstagabend wurde ein Buschauffeur der Linie 62 bei der Endhaltestelle Schwamendingerplatz von einem Laser geblendet. Dies ist bereits die zweite Laserattacke in einem Zeitraum von zwei Wochen.

Wie der «Tages-Anzeiger» berichtete, wurde der Mann im Anschluss an die Attacke in das Universitätsspital gebracht. Das Sehvermögen des Chauffeurs war in Folge des Angriffs leicht beeinträchtigt. Die Konsequenzen derartiger Vorfälle können für die Betroffenen jedoch weitaus tiefer gehen, wie André Vögeli, Sicherheitschef der VBZ, zu bedenken gibt.

Im Gegensatz zu dem Fall beim Kreuzplatz, welcher vor zwei Wochen dank Aussagen von Passanten aufgeklärt werden konnte, gingen bezüglich der Identität des Täters vom Dienstag bislang keine Hinweise ein.

Der Personalchef der VBZ, Heinz Vögeli, zeigt sich auf Facebook empört ob dieser «feigen und niederträchtigen Tat.» Menschen im Fahrdienst würden einen engagierten und anspruchsvollen Job machen und hätten ein Recht, nach der Arbeit unverletzt zu ihrer Familie zurückzukehren, betont er weiter.

Laserattacken stellen für die VBZ bereits seit Längerem ein Problem dar, wobei die Motivation der Täter unklar bleibt. Seit 2013 werden die Vorfälle registriert. Vor zwei Jahren erfasste die VBZ laut «Tages-Anzeiger» noch 15 Angriffe, im Folgejahr bereits 38.

Aktuell existieren keine Schutzmassnahmen gegen die Laserattacken. Eine mögliche Lösung wäre der Einsatz von Brillen, welche die Augen vor den Laserstrahlen schützen, doch bisher eignete sich keines der geprüften Modelle für den Gebrauch im Öffentlichen Verkehr.

Umso wichtiger erscheint angesichts dieser Ausgangslage die Erfassung und Auswertung jedes einzelnen Vorfalls – und das Erstatten einer Anzeige bei der Polizei.