Der Geschäftsführer und Inhaber von Stadler Rail hatte der „NZZ am Sonntag“ vor einer Woche gesagt, die VBZ hätten bei ihrer Trambeschaffung den wichtigen Kostenblock Gleis-Verschleiss ignoriert, was „sehr aussergewöhnlich“ sei.

Das von Stadler offerierte Tango-Tram schneide diesbezüglich gut ab. Es sei „möglicherweise nur die halbe Wahrheit“, wenn ein Unternehmen eine „Werbesendung“ absetzen könne, sagt nun VBZ-Sprecher Andreas Uhl der „Schweiz am Sonntag“. Die von Spuhler geforderte Simulation des Gleis-Verschleisses ist unüblich. „Grundsätzlich gibt es keine wissenschaftlich erhärteten Rechenmodelle, die von einer bestimmten Technologie eine Prognose auf den Verschleiss erlauben“, sagt eine Sprecherin der Basler Verkehrsbetriebe der „Schweiz am Sonntag“. Bernmobil äussert sich dahingehend, dass Gleisverschleiss bei einer Ausschreibung kaum berücksichtigt werden könne. Auch Stéphane Wettstein, Schweiz-Chef von Bombardier, dessen Flexity-2-Tram die Ausschreibung mutmasslich gewann, widerspricht  Spuhler. Der Gleisverschleiss seines Trams sei nicht höher als jener des Tango-Trams von Stadler. Gegenüber der Zeitung räumt Stadler ein, nicht über Studien zu verfügen, die entsprechende Vorteile des Tango-Trams gegenüber anderen Typen belegten.

Peter Spuhler, Inhaber von Stadler Rail

Peter Spuhler, Inhaber von Stadler Rail