Strassenbau
Varianten für Schliessung der Oberlandautobahn - Lücke machbar

Die zwei vom Kanton Zürich vertieft geprüften Varianten für eine Schliessung der Lücke der Oberlandautobahn sind «grundsätzlich machbar und bewilligungsfähig». Für die Realisierung wird jedoch die Preisröhung der Autobahnvignette nötig sein.

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Für die Lückenschliessung der Zürcher Oberlandautobahn ist die Preiserhöhung der Autobahnvignette unabdingbar.

Für die Lückenschliessung der Zürcher Oberlandautobahn ist die Preiserhöhung der Autobahnvignette unabdingbar.

Keystone

Der Regierungsrat setze alles daran, mindestens eine bewilligungsfähige Variante für die Schliessung der Autobahnlücke auszuarbeiten. Nach Abschluss der Studie im Frühjahr 2014 soll die erforderliche Richtplananpassung öffentlich aufgelegt werden werden.

Sobald der Netzbeschluss in Kraft gesetzt ist, will der Kanton das Projekt dem Bund zur Ausführung übergeben. Die Inkraftsetzung erfolge aber erst, wenn die Finanzierung sichergestellt ist, schreibt die Volkswirtschaftsdirektion. Und dazu sei am 24. November die Zustimmung des Schweizer Volks zur Erhöhung des Vignettenpreises nötig.

Heute besteht bei der Oberlandautobahn eine Lücke zwischen Uster und dem Kreisel Hinwil. Aus Gründen des Moorlandschutzes ist das ursprüngliche Projekt im Juni 2012 vom Bundesgericht als nicht bewilligungsfähig beurteilt worden.

Der Zürcher Regierungsrat beschloss darauf, bis zur Übernahme der Oberlandautobahn durch den Bund mindestens eine bewilligungsfähige Variante auszuarbeiten. Die Strecke von Uster Ost bis Wetzikon West soll aus dem bisherigen Projekt übernommen werden. Von Wetzikon wird eine neue Linienführung Richtung Süden mit Anschluss an die Forchautostrasse gesucht.

Eine Variante führt östlich an Grüt vorbei und mündet mit einem neuen Anschluss bei Herschmettlen in die Forchautostrasse. Die zweite Variante liegt westlich von Grüt und führt zum Forchautostrassen-Anschluss Ottikon, der dann voraussichtlich zugunsten der Autobahnverzweigung aufgehoben werden müsste.

Grossteils im Untergrund

Beide Varianten könnten gemäss Mitteilung zum Schutz von Wohngebieten und Landschaft weitgehend unterirdisch gebaut werden. Eine vollständige unterirdische Linienführung sei jedoch aus Gründen des Grundwasserschutzes bei keiner Variante möglich.

Wo die Strasse offen und wo sie in Tunnels geführt wird, werde erst im Rahmen der Projektierung unter Federführung des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) festgelegt werden können. Im Rahmen einer Vernehmlassung hat das ASTRA eine Kombination der beiden Varianten vorgeschlagen: Die Strecke soll zunächst westlich von Grüt zu liegen kommen und dann südlich von Grüt zum Anschluss Herschmettlen geführt werden.

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