Veloverleih
Uster konfisziert umstrittene «O-Bikes»

Uster geht gegen die asiatischen Leihvelos vor. Sie hat die Velos von O-Bike auf städtischem Grund konfisziert und will die Verantwortlichen zur Rede stellen.

Merken
Drucken
Teilen
Kopie von O-Bikes nehmen das Limmattal in Beschlag
13 Bilder
Die Stadt Dietikon wusste am Freitagmorgen noch nichts von der O-Bike-Invasion. Nur schon um das Gebäude Heimstrasse 1 stehen 20 O-Bikes. Im Hintergrund der Limmat-Tower.
Rund um den Bahnhof Schlieren standen am Freitagmittag elf O-Bikes.
Auch am Bahnhof Dietikon standen zahlreiche solche Velos: hier zum Beispiel beim Veloständer, der sich beim Taxistand befindet.
Ebenso im Dietiker Velo-Parkhaus ganz in der Nähe...
...am Bahnhof Urdorf...
...beim Zentrum Spitzacker in Urdorf...
...auf der anderen Seite des Zentrums Spitzackers in Urdorf...
...am Bahnhof Glanzenberg...
...allein am Bahnhof Glanzenberg waren 25 O-Bikes zu finden...
...zum Beispiel auch im Untergeschoss des Veloparkhauses am Bahnhof Glanzenberg...
...sowie auch im Obergeschoss des Veloparkhauses am Bahnhof Glanzenberg.
In Oberengstringen oder am Bahnhof Birmensdorf waren hingegen keine O-Bikes aufzufinden. Im Bild nochmals ein O-Bike am Bahnhof Glanzenberg. Was es mit den O-Bikes auf sich hat und dass sie andernorts schon verboten wurden, lesen Sie unten im Artikel.

Kopie von O-Bikes nehmen das Limmattal in Beschlag

Limmattaler Zeitung

In einer Nacht-und Nebel-Aktion wurden in den vergangenen Wochen nicht nur in der Stadt Zürich sondern auch in der Umgebung zahlreiche O-Bikes verteilt – so auch im Limmattal und in der Stadt Uster. Hier wurden in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die ersten Velos platziert.

Die Stadt Uster hat dabei gar keine Freude an den gelben Zweirädern eines asiatischen Unternehmens mit Sitz in Singapur. Nun stoppt sie als Erste Schweizer Stadt deren weitere Expansion, berichtet der «Tages Anzeiger».

So funktioniert «O-Bike»

Die gelben Fahrräder des Singapurer Unternehmens O-Bike können per App geortet und entsperrt werden. Die Fahrkosten werden direkt von der Kreditkarte abgebucht. Abstellen kann man sie jederzeit und überall, sobald man sie nicht mehr braucht.

«nicht die feine Art»

Das zahlreiche Fahrräder auf öffentlichem Grund aufgestellt werden, ohne vorher mit den Behörden Kontakt aufzunehmen sei «nicht die feine Art», sagt Sicherheitsvorsteher Jean-François Rossier (SVP) gegenüber der Tageszeitung.

Deshalb habe sich die Verwaltung entschieden, die Fahrräder auf öffentlichem Grund einzusammeln. Rund 20 Stück haben die Ustermer seither vom Bahnhof und von den Trottoirs der Stadt entfernt. Noch einmal so viele Fahrräder befinden sich auf Privatgrund. Dort habe man keine Handhabe, sagt Rossier.

Die Stadtverwaltung von Uster hat derweil mit O-Bike Kontakt aufgenommen. Man wolle in Efahrung bringen, wie sich die Verantwortlichen den genauen Betrieb vorstellen. Dafür erarbeite man einen Fragekatalog, den man mit den Verantwortlichen diskutieren wolle, sagt Rossier. (lgi)