Selbstverständlich halte sich die geplante Ustermer Tagesschule an alle kantonalen Vorgaben, also etwa an die Lektionenzahlen für die einzelnen Fächer, teilte die Stadt am Dienstag mit. Trotzdem bleibe da noch viel Spielraum. Statt eines strengen Fächerplans soll es in der Ustermer Tagesschule eine Wochenstruktur geben. Eingeteilt werden die Kinder in eine Kindergartenklasse, sowie eine Unter- und eine Mittelstufenklasse. 

Neben obligatorischen Präsenzzeiten, die vom Alter des Kindes abhängen, können die Eltern die restlichen Zeiten selber bestimmen. Möglich ist etwa, dass die Kinder bereits für das Frühstück um 7 Uhr in die Schule gehen und bis 18.30 betreut werden. Die Kinder blieben dabei immer in der gleichen Gruppe.

Zu wenig interessierte Eltern

Ob die drei geplanten Klassen zustande kommen, ist allerdings noch unklar. Ursprünglich wollte die Stadt Uster das Projekt bereits im Sommer 2014 starten. Nachdem zu wenig Anfragen von interessierten Eltern eingegangen waren, verschob die Stadt den Start aber um ein Jahr.

Einen Versuch mit Tagesschulen soll es auch in Zürich geben. Der Stadtrat plant ein Pilotprojekt in sieben städtischen Schulen. Bis 2025 sollen Tagesschulen dann flächendeckend eingeführt werden. Das Stadtparlament muss das Projekt allerdings erst noch bewilligen.