Klassische Musik

Uraufführungen, Slam Poetry und Französisches in der Tonhalle Zürich

Insgesamt bietet die Tonhalle-Gesellschaft in der kommenden Saison 154 Veranstaltungen an. (Archivbild)

Insgesamt bietet die Tonhalle-Gesellschaft in der kommenden Saison 154 Veranstaltungen an. (Archivbild)

Der Chefdirigent des Tonhalle-Orchesters Zürich setzt in seiner zweiten Amtszeit das Begonnene fort. So bringt er in der Saison 2015/16 den Ravel-Zyklus zum Abschluss und setzt weiterhin auch auf zeitgenössische Musik.

Der junge französische Chefdirigent des Tonhalle-Orchesters Zürich, Lionel Bringuier bleibt in der Saison 2015/16 seiner Linie treu. Die Auseinandersetzung mit kontemporärer Musik bleibt damit ein zentraler Bestandteil der kommenden Veranstaltungen. 

Die Bedeutung der zeitgenössischen Musik drückt sich auch in der Besetzung des Creative Chair aus sowie in Aufführungen von Werken der Schweizer Komponisten Dieter Ammann und Jacques Demierre aus.

Den Creative Chair nimmt der deutsche Komponist, Klarinettist und Dirigent Jörg Widmann ein. Er freue sich "von ganzem Herzen" auf die Begegnungen und Auseinandersetzungen mit dem Orchester und dem Publikum, sagte Widmann bei der Präsentation des Saison-Programms am Dienstag vor den Medien.

Gleich zur Saison-Eröffnung am 16. September erklingt Widmanns Konzertouvertüre "Con brio" sowie als Schweizer Erstaufführung seine "Elegie für Klarinette und Orchester".

Neben dem Creative Chair führt Bringuier auch die Tradition des Artist in Residence fort. Eingeladen ist die georgische Geigerin Lisa Batiashvili.

Sowohl der Creative Chair als auch der Artist in Residence seien wichtige Pfeiler seiner Arbeit, sagte Bringuier vor den Medien. Hinzu kämen das französische Repertoire sowie Werke des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Der Rush-Hour entfliehen

Als Neuheit bietet das Tonhalle-Orchester die Reihe "TOZintermezzo" an. An drei Abenden hat das Publikum die Möglichkeit, der Rush-Hour zu entfliehen und den Feierabend in der Tonhalle zu verbringen.

Aufgeführt wird jeweils ein Orchesterwerk, "das man kennen muss", wie Intendantin Ilona Schmiel sagte. Slam-Poetin Hazel Brugger führt in den Abend ein, und im Anschluss an das rund dreiviertelstündige Konzert besteht bei einem Apéro die Möglichkeit, sich mit den Mitwirkenden auszutauschen.

Wiedersehen mit David Zinman

Ehrendirigent David Zinman kehrt kurz nach Zürich zurück. 1998 hat Zinman Bruckners Fünfte zum ersten Mal mit dem Tonhalle-Orchester aufgeführt, 2016 wird er das Werk wieder mit dem Zürcher Klangkörper zur Aufführung bringen.

Der Partnerchor des Tonhalle-Orchesters Zürich, die Zürcher Sing-Akademie, gestaltet zusammen mit dem Orchester unter anderem Rossinis "Stabat Mater". Weitere Höhepunkte der Zürcher Chorsaison sind die Programme mit Sir John Eliot Gardiner und dem Monteverdi Choir.

Insgesamt bietet die Tonhalle-Gesellschaft 154 Veranstaltungen an. Auftritte hat das Orchester auch in anderen Schweizer Städten sowie in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien, Tschechien und Polen.

Viele dieser Veranstaltungen wären ohne die Unterstützung von Sponsoren und Förderern gar nicht möglich, sagte Martin Vollenwyder, Präsident der Tonhalle-Gesellschaft Zürich. Der ehemalige Finanzvorstand der Stadt lobte insbesondere seinen früheren Arbeitgeber, der dem Orchester jährlich 17 Millionen Franken zukommen lässt.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1