Der heftige Regen hat am Donnerstagabend im Kanton Zürich zu einem Grosseinsatz der Feuerwehren geführt. Zahlreiche Keller und Unterführungen wurden überflutet. Zudem mussten verschiedene Strassen gesperrt werden.

Die in der Nacht auf Freitag herunterflutenden Wassermassen haben in der Stadt Zürich einzelne Heizöltanks gekippt. Schutz & Rettung errichtete deshalb in der Limmat eine Ölsperre und bot das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) auf.

1390 Feuerwehr-Notrufe aus dem ganzen Kanton gingen ein, wie Schutz & Rettung mitteilte. Die Berufsfeuerwehr und mehrere Milizkompanien leisteten gegen 550 Einsätze - 235 davon allein in der Stadt Zürich.

Betroffen waren vor allem das Zürcher Oberland, das rechte Zürichseeufer sowie die Stadt Zürich. Inzwischen habe sich die Situation entspannt, es seien aber immer noch verschiedene Feuerwehren im Einsatz, sagte Hegi weiter.

Christian Caduff von der GVZ bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur «sda» eine erste Schätzung von «Radio Zürichsee», wonach sich die gesamte Schadenshöhe im Kanton auf rund fünf Millionen Franken belaufen dürften. Dies sei allerdings erst eine grobe Schätzung, die auf Erfahrungswerten beruhe.

Bis Freitagmorgen seien rund 300 Schadensmeldungen eingegangen. Diese Zahl dürfte innert 48 Stunden auf rund 1000 steigen, sagte Caduff. Er rechnet mit Schäden von durchschnittlich rund 5000 Franken pro Fall - «an der Goldküste» wohl etwas mehr, dafür andernorts etwas weniger