Verwaltung
Unterstützung für Bubikon: Gemeindepräsidenten des Bezirks Hinwil kritisieren "Zürcher Oberländer"

Die Gemeindepräsidenten des Bezirks Hinwil kritisieren in einem Inserat die Berichterstattung des "Zürcher Oberländers" im Zusammenhang mit dem Fall Bubikon. Die Zeitung habe sich diffamierend über die Vorgänge in der Verwaltung geäussert.

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Die Gemeinde Bubikon muss zahlreiche Abgänge in der Verwaltung verkraften.

Die Gemeinde Bubikon muss zahlreiche Abgänge in der Verwaltung verkraften.

Screenshot: Google Maps

In seiner gestrigen Ausgabe hat der "Zürcher Oberländer" ein rund eine Drittelseite grosses Inserat abgedruckt. Darin äussern die Gemeindepräsidenten des Bezirks Hinwil Kritik an der Berichterstattung der Zürcher Oberland Medien im Zusammenhang mit dem Fall Bubikon. Anfang Februar trat der Gemeindeschreiber nach mehreren Abgängen in der Verwaltung und Mobbingvorwürfen gegen ihn per sofort zurück.

Nur eine Woche später kündigte Christine Bernet, Präsidentin der 7000-Einwohner-Gemeinde, an, auf eine Kandidatur zur Wiederwahl zu verzichten. Zuvor forderte der "Zürcher Oberländer" in einem Leitartikel explizit Bernets Rücktritt. Ihr wurde unter anderem Führungsschwäche und ein Hang zur Schönrederei vorgeworfen.

Unverhältnismässige Diskreditierungen

Unter dem Titel "Berichterstattung gefährdet unser Milizsystem" zeigten sich im Inserat andere Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten irritiert ob der tendenziösen Inszenierung des Konflikts durch den "Zürcher Oberländer". Bernet sei behandelt worden, als sei sie eine hoch bezahlte Politikerin in Bern. Unverhältnismässige Diskreditierungen, wie sie in der Zeitung vorgekommen seien, machten nebenamtliche Behördentätigkeiten riskant und unattraktiv.

Bereits am Vorabend konterte Chefredaktor Christian Brändli die Kritik online. Es sei die Aufgabe der Medien, den Finger auf wunder Punkte zu legen, schreibt er. Der Leserschaft soll nicht nur Information, sondern auch Einordnungshilfe geboten werden. Dem Milizsystem würde es eher schaden, wenn die Diskussion über die Befähigung von Gemeinderatskandidaten nicht angemessen wäre.