Grund für den Unterbruch ist ein zusätzliches Beweismittel, das zu den Akten genommen werden soll. Es handelt sich um einen Vorstrafenbericht aus Belgien, wo der Beschuldigte aufwuchs. Dieses Dokument muss zuerst abgewartet werden.

An welchem Tag das Verfahren mit den Plädoyers fortgesetzt wird, ist noch nicht bekannt. Der 48-jährige Angeklagte soll Ende Juni 2013 aus Rache zwei selbstgebastelte Sprengsätze auf dem Firmengelände seines ehemaligen Arbeitgebers gezündet haben.

Der Anschlag galt seinem damaligen Vorgesetzten, wie er vor Gericht sagte. Er habe ihm einen Schrecken einjagen wollen. Laut Anklageschrift war dem Mann ein Jahr zuvor vom Rohrreinigungsunternehmen gekündigt worden.

Dem Beschuldigten werden gemäss Anklageschrift versuchte Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht sowie versuchte Verursachung einer Explosion vorgeworfen. Er stellte sich nach der Tat selbst der Polizei. (sda)