Kinderbuch

Unter Robotern und Forschern: Globi besucht die ETH

In «Globi und die verrückte Maschine» entdecken Globi und die Professorin, zu Winzlingen geschrumpft, die ETH.

In «Globi und die verrückte Maschine» entdecken Globi und die Professorin, zu Winzlingen geschrumpft, die ETH.

Eigentlich wollte Globi wandern, doch dann trifft er eine ETH-Professorin und erkundet mit ihr den Campus. Im neuen Globi-Buch präsentiert sich die Hochschule im besten Licht.

Weil er ihr das verlorene Portemonnaie zurückgebracht hat, zeigt Professorin Pauline Schrödinger Globi die ETH Zürich. Sie gehen ins Konditionstraining, schauen sich im Hauptgebäude um und begutachten die neuste Erfindung, eine Maschine, die schrumpfen und vergrössern kann. Nach einem Zwischenfall mit Schrödingers Katze werden Globi und die Dozentin auf Erbsengrösse geschrumpft und aus dem Rundgang wird ein action-geladenes Abenteuer.

Im neuen Globi-Buch «Globi und die verrückte Maschine» erkundet der Kinderfreund – den es seit 85 Jahren gibt – die Welt der Wissenschaft und Forschung. Als Winzlinge reisen Globi und seine Begleiterin von Labor zu Labor, an den Hönggerberg und nach Singapur. Sie werden Teil von Experimenten, treffen einen Roboterhund und nutzen einen Rollstuhl, der Treppen überwinden kann.

Der neugierige Schlingel Globi passe gut zur ETH, denn Mut, Kreativität und Fantasie gehöre auch zur Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Ingenieure, sagte ETH-Rektorin Sarah Springman an der gestrigen Buchpräsentation. Springman hofft, mit dem Buch schweizweit Kinder für Technik und Wissenschaft zu begeistern und auch für die ETH-Angebote für Kinder, die hinten im Buch aufgeführt sind.

Initiative ging von der ETH aus

Der Globi Verlag hat nach Institutionen wie der Rega, der Post, den SBB, dem Schweizer Fernsehen, dem Flughafen und der Zürcher Stadtpolizei mit der Hochschule zusammengearbeitet. Die Initiative sei von der ETH ausgegangen, sagte Gisela Klinkenberg, Leiterin des Globi Verlags. Bei einer Zusammenarbeit verpflichtet sich der Partner, einige Tausend Globi-Bücher zu kaufen, und stellt dem Verlag ein Projekt-Team zur Verfügung.
Beliebige Retailer kämen für den Verlag nicht infrage, sagte Klinkenberg: «Ein Globi-Buch über McDonald’s wird es nie geben.» Die Institutionen müssten eine schweizweite Ausstrahlung haben und Globi die Freiheit lassen, sich selber zu sein: «Er muss kreativ sein können, aber auch mal scheitern und sich ärgern dürfen.» Vor allem müsse eine spannende Geschichte entstehen. Plumpe Werbung habe keine Chance ins Buch zu kommen, denn Globi habe lange genug gebraucht, um sich vom Image der Globus-Werbefigur zu lösen.

Die ETH hat unter ihren Mitarbeitern Geschichten aus deren Alltag gesammelt, der Verlag hat Kindgerechtes ausgewählt. Die Orte, die Roboternamen, das Experiment mit fluoreszierenden Mehlwürmern, der 3-D-Schoggi-Drucker und die Eisenbahnanlage existieren alle wirklich und sind wissenschaftlich korrekt – ausser der Schrumpfmaschine, die dem Buch den Namen gibt.
«Über den Titel stolpern die Leute noch», sagte Klinkenberg. Aber sie räumt dem diesjährigen Buch gute Chancen ein, so erfolgreich zu werden wie sein Vorgänger «Globi und der Goldraub». Letztes Jahr hätten viele Kinder nach der Lektüre verkündet, Polizistin oder Polizist werden zu wollen. ETH-Rektorin Springman hofft nun, dass Globi die Kinder dazu inspiriert, Ingenieurinnen, Architekten und Wissenschaftlerinnen zu werden.

Globi und die verrückte Maschine: Jürg Lendenmann und Daniel Frick, Globi Verlag 2017, 100 S., 22.90 Fr.

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