Fünf Stimmbürger hatten vor dem Urnengang gemeldet, dass sie das Stimmmaterial doppelt erhalten hatten. Da die Stadtkanzlei nicht wusste, wie viel doppeltes Material im Umlauf war, ordnete sie die Überprüfung der eingegangenen Stimmrechtsausweise auf allfällige Doubletten an – und wurde prompt fündig, wie die Stadtkanzlei am Freitag mitteilte.

Die Überprüfung ergab, dass von acht Personen zwei auf sie lautende Stimmrechtsausweise vorlagen – mit Unterschriften, die sich aber deutlich unterscheiden. Zudem fand man heraus, dass alle diese acht Personen von ihrem Kreisbüro Ersatzmaterial erhalten hatten, da sie angaben, kein Stimmmaterial bekommen zu haben.

Betroffen sind die Wahlkreise 9 (fünf Fälle), 4+5 (zwei Fälle) und 1+2 (ein Fall). Die Stadtkanzlei hat daher am Freitag Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Wahlfälschung eingereicht.

Kurzzeitige Stromabfälle

Gemäss internen Abklärungen der Stadtkanzlei haben wohl kurzzeitige Stromabfälle beim Druck dazu geführt, dass einzelne Stimmrechtsausweise doppelt gedruckt wurden. Die Stadtkanzlei komme jedoch zum Schluss, dass diese Panne keinerlei Auswirkungen hatte.

Die Stadt Zürich wählte am 4. März den Stadtrat und Gemeinderat. Zudem standen unter anderem mehrere nationale Vorlagen wie die No-Billag-Initiative auf dem Programm.