Bildung
Universität Zürich kippt Latein-Obligatorium für mehrere Fächer

Wer an der Universität Zürich Kunstgeschichte, Philosophie, Anglistik oder Deutsche Sprachwissenschaft studieren will, muss künftig keinen Latein-Nachweis mehr erbringen.

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Am Horizont zeichnet sich ein Wechsel ab. (Archivbild)

Am Horizont zeichnet sich ein Wechsel ab. (Archivbild)

Keystone

In Zukunft wird für das Studium der Kunstgeschichte, Philosophie, Anglistik oder der Deutschen Sprachwissenschaft an der Universität Zürich kein Latein-Nachweis mehr nötig sein.

Die Regelung tritt auf das kommende Herbstsemester in Kraft. Wie Uni-Sprecher Beat Müller auf Anfrage sagte, haben die betreffenden Fächer die Aufhebung des Latein-Obligatoriums selber beantragt. Er bestätigte einen Bericht des "Tages-Anzeiger" vom Freitag.

Diese Fächer sind laut Müller zum Schluss gelangt, dass für den Inhalt des Studiums sowie für die geforderten Leistungen Lateinkenntnisse nicht zwingend nötig sind. Nicht gelockert werde das Obligatorium dagegen für Fächer wie Geschichte, Theologie und Romanische Sprachen.

Bereits im Herbst 2012 hatten die Fächer Philosophie, Englisch und Kunstgeschichte beantragt, das Lateinobligatorium abzuschaffen. Die Fakultätsversammlung lehnte damals aber noch alle drei Anträge ab. So befürchtete man, die verschiedenen Fächer der Philosophischen Fakultät könnten aus dem Gleichgewicht geraten, falls die drei ausscheren würden.

In den letzten Jahren und Jahrzehnten schafften verschiedene Universitäten in zahlreichen Fächern das Lateinobligatorium ab - für das Medizinstudium fiel es in Zürich bereits 1968.