Die Universität Zürich sieht «keinen Anlass», gegen Professor Flurin Condrau, Leiter des Medizinhistorischen Instituts «irgendein Verfahren einzuleiten». Dies teilte sie am Freitag mit. Genau dies hatte Christoph Mörgeli im Interview mit der Limmattaler Zeitung gefordert.

Er sagte wörtlich: «Dann müsste die Uni handeln und ein Disziplinarverfahren gegen Herrn Condrau eröffnen.» Mörgeli wirft seinem Chef vor, ihn aus dem Institut drängen zu wollen und ihn zu mobben. Dies, nachdem Condrau im Jahresbericht 2011 Mörgelis Arbeit massiv kritisiert hatte. Die Uni hält den Bericht seit Monaten unter Verschluss, weil er ehrverletzende Passagen enthalte, die bereinigt werden müssten.

Condrau selbst weigert sich, den Bericht abzuändern. Gleichzeitig wird das Museum untersucht, das Mörgeli leitet. Die Uni schrieb gestern dazu: «Seit November 2011 ist eine ausserordentliche Leistungsbeurteilung der Tätigkeit von Professor Christoph Mörgeli im Gange. Der Akademische Bericht des Medizinhistorischen Instituts wird nach Abschluss dieses Verfahrens veröffentlicht.» (jk)