Zürich

Unispital Zürich und HSK schliessen Tarif-Kompromiss für stationäre Behandlungen

Seit fünf Jahren stritten das Universitätsspital Zürich und die Einkaufgemeinschaft HSK über die Höhe der Tarife stationärer Behandlungen. Nun haben sie einen Basispreis festgelegt. (Symbolbild)

Seit fünf Jahren stritten das Universitätsspital Zürich und die Einkaufgemeinschaft HSK über die Höhe der Tarife stationärer Behandlungen. Nun haben sie einen Basispreis festgelegt. (Symbolbild)

Das Universitätsspital Zürich (USZ) und die Einkaufsgemeinschaft HSK, zu der die Krankenversicherer Helsana, Sanitas und KPT gehören, haben sich auf die Höhe des Basispreises für stationäre Behandlungen geeinigt. Damit ist eine jahrelange Auseinandersetzung beendet.

Seit fünf Jahren stritten sich das USZ und die HSK über die Höhe der Tarife. Weil es keine Einigung gab, legte die kantonale Gesundheitsdirektion einen Tarif fest. Schliesslich musste sich sogar das Bundesverwaltungsgericht mit dem Tarifstreit befassen.

Nun gab es eine Einigung, wie die "Neue Zürcher Zeitung" am Dienstag berichtete: Die beiden Tarifpartner vereinbarten die Basispreise für stationäre Behandlungen in den letzten sechs Jahren. Diese sind ein zentraler Faktor bei der Berechnung der Beträge, die das Spital gegenüber den Krankenversicherern für die erbrachten Leistungen geltend machen kann, wie es in einer Mitteilung des USZ heisst.

Für die Jahre 2012 und 2013 beträgt der Basispreis 11'200 Franken, für die Folgejahre liegen die Preise etwas tiefer. Für das Jahr 2017 gilt ein Wert von 10'870 Franken. Weil die vereinbarten Preise tiefer liegen als die provisorischen Zahlen, muss das USZ rund 46 Millionen Franken zurückzahlen. Dafür wurden in den Jahren 2012 bis 2016 bereits Rückstellungen gebildet.

Das USZ ist überzeugt, dass sachlich höhere Tarife gerechtfertigt gewesen seien. Der Kompromiss sei jedoch getroffen worden, um Planungssicherheit zurückzugewinnen, teilte das USZ auf Anfrage mit.

Für die HSK liegen die vereinbarten Tarife zwar an der oberen Grenze, seien aber ein vertretbarer Kompromiss. Vertragliche Lösungen seien Festsetzungen oder gar Gerichtsentscheiden vorzuziehen, wie es in der Mitteilung heisst.

Der USZ-Direktor Gregor Zünd hofft, dass die mit der HSK erzielte Einigung auch bei anderen Tarifpartnern zu einem Umdenken führt. "In Zukunft sollten Lösungen und faire Kompromisse zugunsten einer bezahlbaren und dennoch innovativen Medizin angestrebt werden."

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