Albert A. Stahel ist ein wandlungsfähiger Politker: Im Jahr 2010 sass er noch für die SVP im Wädenswiler Gemeinderat, im Mai 2011 trat er den Grünliberalen bei und nun ist er Mitglied der Schweizer Demokraten, wie der Tagesanzeiger berichtet. 

Die Zürcher Kantonalsektion, welche von Stahels Sohn Andreas präsidiert wird, freut sich über den prominenten Neuzugang. Sie beschreibt Stahel als «grossen Gewinn». Gegenüber dem Landboten versicherte Stahel, dass er seiner neuen Partei in Zukunft treu bleiben wird.

Drei Parteien in drei Jahren

Der SVP kehrte der Sicherheitsexperte 2011 den Rücken, weil er mit der Energiepolitik nicht einverstanden war. Nach Fukushima war für ihn klar, dass die Atomenergie endgültig passé sei. Der kürzliche Austritt aus der Glp begründet Stahel damit, dass nach dem Nein zur Minder-Initiative die Ablehnung des Gripen «der letzte Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen brachte».

Pragmatismus ist also Stahels Markenzeichen in Sachen Parteienorientierung. Und so sagt er denn auch gegenüber Tagesanzeiger: «Der Stratege zeichnet sich gerade dadurch aus, dass er bei einer neuen Lage neue Lösungen und Strategien entwickelt.»

Gegen Kleinkriminalität und Littering

Stahel wird sich im März 2014 für die Wädenswiler Gemeinderatswahlen aufstellen lassen, wie die SD in einer Pressemitteilung schreibt. Dies notabene nachdem er sich aus Zeitgründen von der angekündigten Wahl in den Wädenswiler Stadtrat im Juni zurückzog. Der 70-jährige wollte sich vermehrt um seine Enkelkinder und um seinen Beruf kümmern.

Anscheinend hat sich die Situation nun wieder geändert und demgemäss passt Taktiker Stahel seine Strategie an.

Im Gemeinderat möchte er sich übrigens gegen die Kleinkriminalität und das Littering rund um den Wädenswiler Bahnhof sowie für eine Mittelschule am linken Zürichseeufer engagieren.